Vorhofflimmern erkennen und behandeln
Bad Segeberg. Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Herzrhythmusstörung und kann unbehandelt schwerwiegende Folgen haben. Welche Anzeichen auf die Erkrankung hindeuten, wie sie diagnostiziert und behandelt wird und was Betroffene selbst tun können, steht im Mittelpunkt der diesjährigen Herzwochen der Segeberger Kliniken.
Unter dem Titel „Bad Segeberg im Takt: Vorhofflimmern erkennen und handeln“ lädt das Herz- und Gefäßzentrum am Montag, 2. November, zu einer Informationsveranstaltung in das Vitalia Seehotel ein. Ergänzend dazu bietet das Zentrum am Mittwoch, 4. November, eine Telefonaktion an. Die Veranstaltung wird von Dr. med. Leon Iden, Chefarzt der Elektrophysiologie, moderiert. Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen spricht ein Grußwort.
Die Herzwochen sind eine bundesweite Aufklärungskampagne der Deutschen Herzstiftung. Sie sollen über Herz-Kreislauf-Erkrankungen informieren, für mögliche Warnzeichen sensibilisieren und Wege aufzeigen, wie sich Risiken frühzeitig erkennen und behandeln lassen.
„Von der medikamentösen Behandlung bis hin zur Katheterablation stehen heute verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, um den Herzrhythmus zu stabilisieren. Die Herzwochen bieten eine gute Gelegenheit, diese Verfahren verständlich vorzustellen und Fragen zur Behandlung aus erster Hand zu beantworten“, betont Prof. Dr. med. Holger Nef, Klinikdirektor und Chefarzt des Herz- und Gefäßzentrums der Segeberger Kliniken.
Bei Vorhofflimmern gerät der normale Herzrhythmus aus dem Takt. Die Herzvorhöfe arbeiten nicht mehr in einem regelmäßigen Rhythmus. Die Herzrhythmusstörung kann sich unter anderem durch Herzstolpern, Herzrasen, Müdigkeit, Schwindel oder eine eingeschränkte Belastbarkeit bemerkbar machen. Manche Betroffene verspüren allerdings keine Beschwerden. Deshalb bleibt Vorhofflimmern mitunter lange unentdeckt.
Eine besondere Bedeutung hat die Erkrankung, weil sich durch die veränderte Blutströmung im Herzen Blutgerinnsel bilden können. Gelangen diese in die Blutbahn und verschließen ein Gefäß im Gehirn, kann ein Schlaganfall die Folge sein. Umso wichtiger sind eine rechtzeitige Diagnose und eine individuell abgestimmte Behandlung.
„Vorhofflimmern ist nicht bei jedem Menschen mit deutlichen Beschwerden verbunden. Deshalb ist es wichtig, mögliche Anzeichen ernst zu nehmen und die Herzrhythmusstörung ärztlich abklären zu lassen“, erklärt Dr. med. Leon Iden, Chefarzt der Elektrophysiologie.
„Die Herzmedizin entwickelt sich kontinuierlich weiter. Mit den Herzwochen möchten wir Wissen vermitteln, über Risiken aufklären und Menschen dabei unterstützen, rechtzeitig medizinischen Rat einzuholen.“
Das Programm umfasst sieben Kurzvorträge mit Fragerunden, die unterschiedliche Aspekte der Erkrankung beleuchten:
Montag, 2. November, 17 bis 19 Uhr:
Vorhofflimmern – Was ist das und ist das gefährlich? mit Dr. med. Sophia Ribbat, Assistenzärztin Kardiologie.
Woher kommt das? Was kann ich selbst tun? mit Dr. med. Leon Iden, Chefarzt Elektrophysiologie.
Schutz vor dem Schlaganfall – für wen? Für immer? mit Dr. med. Susann Groschke, Oberärztin Invasive Elektrophysiologie.
Akutbehandlung – die Kardioversion. Wie geht das? mit Jan Wietgrefe, Assistenzarzt Kardiologie.
Medikamentöser Erhalt des Rhythmus mit Dr. med. Martin Borlich, stellvertretender Leiter der Invasiven Elektrophysiologie.
Rhythmuserhalt mittels Katheterablation mit Dr. med. Leon Iden, Chefarzt Elektrophysiologie.
Nach der Ablation - Sicher zurück in den Alltag mit Dr. med. Sophia Ribbat, Assistenzärztin Kardiologie.
Die Teilnahme ist nach vorheriger Anmeldung möglich: Telefonisch unter 0 45 51 / 8 02-48 02 oder per E-Mail an herzzentrum-events@segebergerkliniken.de.
Mittwoch, 4. November, 15 bis 17 Uhr
Anrufen: Telefonaktion*
Stellen Sie Fragen rund um das Thema „Vorhofflimmern“
Tel. 0 45 51 / 8 02-33 33
*Keine Kinder-Kardiologie. Die Feststellung einer Erkrankung und deren Behandlung kann allein durch eine ärztliche Untersuchung erfolgen. Aus rechtlichen und medizinischen Gründen können die Experten im Rahmen der Telefonsprechstunde keine Diagnosen stellen und keine Therapieempfehlungen aussprechen. em