Volksbank zwischen den Meeren meldet erfolgreiches Geschäftsjahr
NeumünsterDie Volksbank zwischen den Meeren blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen entwickelte sich das Institut stabil. Das berichteten die Vorstandssprecher Dirk Dejewski und Lars Nissen bei der Vorstellung der Jahresbilanz.
Die Bilanzsumme stieg leicht auf rund 4,3 Milliarden Euro. Bundesweit belegt die Bank damit Platz 71 unter etwa 670 Volks- und Raiffeisenbanken. Das Kundenvertrauen spiele gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten eine zentrale Rolle, betonte der Vorstand. Viele Kunden suchten persönliche Beratung zu Geldanlage und Finanzierung.
Das Kreditgeschäft blieb der wichtigste Wachstumstreiber. Insgesamt legte es um etwa elf Prozent zu. Gleichzeitig beobachtet die Bank eine größere Zurückhaltung bei Investitionen. Unternehmen prüften Projekte genauer und auch private Bauvorhaben würden wegen hoher Baukosten seltener begonnen. Nachfrage gebe es weiterhin vor allem bei gebrauchten Immobilien und bei Modernisierungen.
Das gesamte Kundenvolumen der Bank – also Kredite, Einlagen und weitere Finanzanlagen – liegt inzwischen bei rund 8,6 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder stieg auf etwa 52.500. Insgesamt betreut die Bank rund 110.000 Kunden.
Beim Ergebnis meldete das Institut ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von etwa einem Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme. Damit liege die Bank weiterhin in der Spitzengruppe der Genossenschaftsbanken, erklärte der Vorstand. Gleichzeitig erhöhte die Volksbank ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft deutlich auf rund 15 Millionen Euro, um mögliche Ausfälle frühzeitig abzufedern.
Auch die Eigenkapitalausstattung bleibt solide. Die Gesamtkapitalquote liegt bei rund 15,8 Prozent und damit deutlich über der vorgeschriebenen Mindestquote von gut zwölf Prozent. Das ermögliche weiterhin eine verlässliche Kreditversorgung für Unternehmen und Privatkunden in der Region.
Für die Mitglieder plant die Bank erneut eine Dividende von sechs Prozent. Über den Vorschlag entscheidet die Vertreterversammlung am Mittwoch, 18. Juni, in Neumünster.
Mit Blick auf das laufende Jahr zeigt sich der Vorstand vorsichtig optimistisch. Die Nachfrage nach Bankdienstleistungen bleibe hoch, gleichzeitig wachse die Bedeutung digitaler Angebote. Die Bank setze daher sowohl auf digitale Lösungen als auch auf persönliche Beratung vor Ort. Insgesamt beschäftigt das Institut derzeit rund 492 Mitarbeiter an den Standorten in Schleswig-Holstein. ohe