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von prakti kant

Vielseitiger Beruf mit Perspektive

SchlamersdorfHelge Schwien bildet mit Leidenschaft aus. Seit 2013 führt der Elektroinstallationsmeister den Familienbetrieb in Schlamersdorf bereits in dritter Generation. Aktuell beschäftigt er zwei Auszubildende – doch für das kommende Lehrjahr liegt noch keine Bewerbung vor. Dabei kann sich die Bilanz sehen lassen: „Bislang haben alle unsere Auszubildenden die Gesellenprüfung mit Bravour bestanden“, sagt der Firmeninhaber nicht ohne Stolz.
Seine Lehrlinge besuchen in der Regel die Berufsschule in Eutin. Schwien weiß sie dort gut aufgehoben: „Das ist eine echte Talentschmiede.“
Für ihn zählt vor allem die Motivation – nicht das Alter. So begann Richard Lembcke erst mit 50 Jahren eine Ausbildung im Elektrohandwerk. Der gelernte Ofenbauer entschied sich für eine Umschulung, nachdem die Auftragslage in seiner Branche zunehmend schwieriger wurde. Bereut hat er diesen Schritt keine Sekunde. Während der Ausbildung wird er vom Arbeitsamt unterstützt. „Ich habe im Basses Blatt die Stellenanzeige der Firma Elektro Schwien entdeckt“, berichtet Lembcke. Er bewarb sich – und wurde eingestellt.
Heute ist er als Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik täglich bei Kunden im Einsatz. Gerade im ländlichen Raum rund um Seedorf ist die Bandbreite der Aufgaben groß: defekte Haushaltsgeräte, die Installation von Photovoltaikanlagen oder technische Probleme in landwirtschaftlichen Betrieben. Genau diese Vielfalt schätzt Lembcke – ebenso wie sein jüngerer Kollege Aaron Oest.
Der 23-Jährige hatte ursprünglich eine Ausbildung zum Zimmermann geplant. Mit einem Aushilfsjob bei Elektro Schwien wollte er die Wartezeit überbrücken. Doch die Arbeit begeisterte ihn so sehr, dass er sich für eine Ausbildung zum Elektroniker entschied. „Wir sind jeden Tag an einem anderen Ort – im Schweinestall, in Sozialwohnungen oder im Kieswerk. Das macht den Reiz aus“, erzählt Oest.
Im dritten Lehrjahr übernimmt er bereits eigenständig Aufgaben. Besonders stolz ist er, wenn er Fehler selbstständig findet und Anlagen wieder zum Laufen bringt. „Die Ausbildung hat mich persönlich weitergebracht. Ich trete heute viel selbstbewusster auf“, sagt er. Am liebsten installiert er Photovoltaikanlagen – von der Montage auf dem Dach bis zur Inbetriebnahme.
Körperlich ist der Beruf heute meist weniger belastend als viele andere Handwerksberufe. „Das ist ein klarer Vorteil“, meint Lemcke. Für ihn steht fest: Das Elektrohandwerk bietet langfristige Perspektiven und gilt als zukunftssichere Branche.
Auch Helge Schwien blickt optimistisch nach vorn. Die Nachfrage ist hoch, Aufträge gibt es reichlich. Elektroniker werden in immer mehr Bereichen gebraucht, und moderne Technologien wie Smart Home gewinnen zunehmend an Bedeutung. „Zurzeit installieren wir besonders viele Wallboxen“, berichtet Schwien. Ein Grund dafür könnten die steigenden Spritpreise sein.
Ob Schulabgänger oder Quereinsteiger – Lembcke und Oest empfehlen die Ausbildung im Elektrohandwerk allen, die eine praxisnahe und vielseitige Tätigkeit suchen. Auch die Zukunft des Betriebs ist gesichert: Mit Sebastian Schwien ist bereits die vierte Generation im Unternehmen aktiv.
Wer Interesse hat, kann sich unkompliziert melden: Ein Anruf genügt. Auf ein formelles Bewerbungsschreiben legt Helge Schwien keinen Wert. Bewerbungen nimmt Angelika Wagner im Büro auch per E-Mail an info@elektroschwien.de oder über den Instagram-Account des Unternehmens entgegen. ohe