Raiffeisenbank Leezen feiert stolzes Jubiläum
LeezenAuch im 125. Jahr ihres Bestehens ist die Raiffeisenbank Leezen immer noch ein selbstständiges Finanzinstitut. „Die letzte Bank, die ihren Sitz im Kreis Segeberg hat – wie das kleine gallische Dorf von Asterix und Obelix“, sagt Markus Bethke nicht ohne Stolz. Zusammen mit Thomas Voß bildet Bethke seit dem 1. Januar 2025 den Vorstand der Raiffeisenbank Leezen.
„Wir leben noch die ursprünglichen Werte Gemeinsamkeit, Nähe und Vertrauen“, sagen die beiden Führungskräfte. Und klein bedeutet eben nicht, dass Modernität in Leezen keine Rolle spielt. „Auch wir sind an 365 Tagen rund um die Uhr für unsere Kunden erreichbar. Denn von uns werden vernünftige Online-Angebote erwartet. Aber viele kommen eben auch noch in die Filialen und schätzen den Service vor Ort“, sagt Markus Bethke. Neben den Hauptstelle in Leezen hat die Raiba noch Filialen in Bad Segeberg, Wahlstedt und Nahe.
Um den Ansprüchen an ein modernes Finanzinstitut gerecht zu werden, sind derzeit 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die 15.000 Kunden und 5.300 Mitglieder im Einsatz. „Uns ist es gelungen, 18 neue Mitarbeiter in den vergangenen Monaten für uns zu begeistern. Diese zu integrieren, ist eine tolle Leistung des gesamten Teams“, freut sich Markus Bethke. Gemeinsam haben alle dafür gesorgt, dass sich die Raiffeisenbank Leezen in einer stabilen wirtschaftlichen Lage befindet und auf ein sehr gutes Jahr 2025 zurückblicken kann. Auch in Sachen Ausbildung ist man wieder aktiv.
Der Begriff Heimatbank steht im Zentrum allen Handelns. „Wir treffen Entscheidungen, die unserer Region zugute kommen. Dazu gehören Kredite für Unternehmen ebenso wie Spenden und das Sponsoring“, sagt Thomas Voß. Einfach.Besser.Machen. lautet die Strategie bis zum Jahr 2035, an der das gesamte Team der Raiffeisenbank mitgearbeitet hat. „Das ist noch möglich, eben weil wir keine große Bank sind“, sagt Voß. Mit der gelebten Strategie habe man die Basis für die nächsten Jahre gelegt. Dank eines Bonussystems profitiert die Belegschaft vom Erfolg der Bank, wenn besondere Leistungen erbracht werden. „Daran sparen wir nicht, denn die Bank, das sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagt Thomas Voß.
Dass die Raiffeisenbank auch in Zukunft eigenständig bleibt, daran arbeiten Markus Bethke, Thomas Voß und das Teamv beständig. „Es gibt eben nicht große oder kleine Banken, sondern nur gute und schlechte. Und wir sind gut!, sagt Voß. mq
Genossenschaftlicher Gedanke brachte die Raiffeisenbank auf den Weg
LeezenEs war Hans Jakob Möller der im März 1901 die Raiffeisenbank auf ihren bislang 125 Jahre andauernden Weg brachte. Der Gemeindevorsteher in Leezen hatte in Rickerts Gasthof geladen, um einen Vortrag eines Kieler Referenten zum Aufgabengebiet der genossenschaftlichen Spar- und Darlehenskasse zu verfolgen.
Noch am selben Tag, dem 7. März 1901, gründeten die zehn anwesenden Herren die Spar- und Darlehenskasse zu Leezen. In den Vorstand berufen wurden Heinrich Steenbock aus Krems I sowie Heinrich Cornehls und Rudolf Möller aus Leezen. Zum Rendanten, dem Rechnungsführer, wurde Leezens Lehrer Dose ernannt. Praktischerweise führte er die Geschäfte von der Schule aus. Jetzt hatten die Landwirte die Möglichkeit, Betriebskredite aufzunehmen. Ein großer Vorteil: So musste man sein Getreide nicht gleich nach der Ernte verkaufen, sondern konnte dank des Überbrückungskredit warten, bis man bessere Preise am Markt erzielen konnte. Zudem wurde der Bank- und Zahlungsverkehr moderner. Kurze Zeit später wurde der landwirtschaftliche Bezugsverein gegründet. Beide Genossenschaften agierten unabhängig voneinander.
Im Jahr 1911 gehörte die Leezener die Spar- und Darlehenskasse mit einem Geldumsatz von zwei Millionen Mark zu den umsatzstärksten Kreditgenossenschaften in ganz Schleswig-Holstein. Nach der Inflation der 20er Jahre und der Einführung der Rentenmark musste die Leezener Bank ganz neu aufbauen. Schon ein Jahr später setzte man allerdings schon wieder auf Wachstum, doch die Weltwirtschaftskrise sendete ihre Boten schon voraus. Auch die Leezener Spar- und Darlehenskasse geriet in Schieflage, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit wurden zahlreiche Einlagen gekündigt. Die Sanierung gelang und 1937 fusionierte die Leezener Bank mit dem landwirtschaftlichen Bezugsverein zu einer gemischtwirtschaftlichen Genossenschaft.
Der zweite Weltkrieg zwang die Kasse 1944 zur Schließung, doch schon 1949 hatten sich die Verhältnisse gebessert und nach der Währungsreform wurde im Rahmen einer Mitgliederversammlung beschlossen die Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs. Die Genossenschaft wurde neu aufgebaut und 1952 eröffnete man Geschäftsräume und Lagerhaus in der Hamburger Chaussee auf dem Anwesen Struve.
Der Anteil der Landwirte am Mitgliederbestand schrumpfte in den 60er Jahren und so wurde auch dem ländlichen Mittelstand die Möglichkeit gegeben, Mitglied zu werden. So wurde man zur Bank für Jedermann. 1965 wurde am Marschweg die Lagerhalle durch ein neues Bankgebäude ergänzt. 1968 wurde der Marschweg in Raiffeisenstraße umbenannt. Zu Beginn der 1970er Jahre folgte auch die Kasse und nannte sich in Raiffeisenbank um.
In den 1980er Jahre standen die Fusionen mit den Raiffeisenbanken Bark, Oering, Sülfeld und Fahrenkrug. 1983 begann man mit dem Bau des Gebäudes in der Hamburger Straße in Leezen, noch heute das Domizil der Raiffeisenbank. Das Warengeschäft blieb am Standort Raiffeisenstraße. Mitte der 1990er Jahre eröffnet die Bank eine Filiale in der Hamburger Straße in Bad Segeberg. Das Projekt Young Budget Banking sorgte für bundesweites Aufsehen. Fusionen mit der Raiba Pönitz (1996) und der Segeberger Volksbank (1999) scheiterten. In diese Zeit fiel auch die Entscheidung, sich vom Geschäftszweig Landhandel zu trennen.
Im 125. Jahr ist die Raiffeisenbank heute mit ihren vier Standorten Leezen, Bad Segeberg, Wahlstedt und Nahe eine regional erfolgreiche Genossenschaftsbank. mq
Team Raiba will sich in keiner Challenge geschlagen geben
LeezenMit einer Gala im neuen Kulturschuppen in Bad Segeberg feiert die Raiffeisenbank Leezen morgen ihr 125-jähriges Jubiläum. Ende August folgt noch ein großes öffentliches Sommerfest in Leezen rund um die Hauptstelle. Auch die Vertreter-Zusammenkünfte stehen in diesem Jahr im Zeichen des Jubiläums. Für Mitglieder und Kunden wurde ein Jubiläums-Sparbrief herausgegeben. Und im Laufe des Jahres wird es in Gewinnspiel mit 125 sehr attraktiven Preisen geben. „Alle sollen das ganze Jahr mitfeiern“, sagt Vorstand Thomas Voß.
Eine ganz besondere Aktion läuft schon sein Anfang des Jahres. „Schlag die Bank – der Vereinswettbewerb“ lautet das Motto. In jedem Monat stellt sich ein Team aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einer Vereinsmannschaft, die die Raiffeisenbank herausfordert. Gefragt sind kreative Wettbewerbe. Egal, ob Sportverein, Feuerwehr oder andere Einrichtungen aus der Region, wer von der Jury mit Ronja Döring (Social Media), Markus Bethke (Vorstand) und Carola Kaufmann (Marketing und Öffentlichkeitsarbeit sowie Vereinsbetreuung) ausgewählt wird, der erhält als Prämie schon einmal 1.250 Euro. Bei einem Sieg kommen noch einmal 125 Euro dazu.
„Es ist schwer, gegen uns zu gewinnen“, sagt Thomas Voß. Das musste auch schon die Jugendfeuerwehr in Fahrenkrug erkennen, denn im Völkerball siegte das Team der Raffeisenbank Leezen. Nächster Gegner ist in diesem Monat der Handball-Förderverein des SV Todesfelde, der das Raiba-Team unter anderem zu einem Luftballonspiel herausfordert. mq
Kunden haben vier Filialen zur Auswahl
leezenDie Raiffeisenbank Leezen hatte vor 25 Jahren noch acht Standorte. Wie die alle Kreditinstitute hat auch die Leezener Genossenschaftsbank die Zahl der Filialen den Gegebenheiten angepasst. Heute ist die Raiffeisenbank noch mit dem Hauptsitz in Leezen (Hamburger Straße 30) sowie mit drei Filialen in Bad Segeberg (Hamburger Straße 16), Wahlstedt (An der Eiche 6) und Nahe (Segeberger Straße 31) vertreten. Wer den Weg in die Filiale sparen möchte, findet jedes Produkt auch bei der Raib auch onine.mq