Kontakte für den Start ins Berufsleben
Bad Segeberg. Rund 50 Unternehmen aus der Region werden sich bei der Ausbildungsmesse im Berufsbildungszentrum Bad Segeberg vorstellen. Am Montag, 14. September, öffnen sich von 16 bis 19 Uhr die Türen der Aula im EduArt an der Theodor-Storm-Straße. Der Rotary Club Segeberg organisiert die Messe gemeinsam mit dem BBZ und der Wirtschaftsentwicklung des Kreises Segeberg.
Die Veranstalter rechnen mit etwa 500 Schülerinnen und Schülern. Eingeladen sind vor allem die Gemeinschaftsschulen aus Bad Segeberg, Wahlstedt, Trappenkamp und Bornhöved. Auch Schülerinnen und Schüler des BBZ und von JoBB sowie einzelne Gymnasiasten können sich informieren. Für die Schulen aus Trappenkamp und Bornhöved organisieren die Veranstalter Busse.
Firmeninhaber, Ausbildungsleiter und Auszubildende stehen an den Ständen für Gespräche zur Verfügung. Neben bekannten größeren Arbeitgebern wie Bundespolizei und Bundeswehr sind auch zahlreiche kleinere und mittlere Betriebe vertreten. Die Ausbildungsmesse bietet damit Gelegenheit, unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen und erste Kontakte zu möglichen Ausbildungsbetrieben zu knüpfen.
Auch für die Suche nach einem Praktikumsplatz kann sich ein Besuch lohnen. Schülerinnen und Schüler absolvieren bereits in der Mittelstufe ein Betriebspraktikum, in der Oberstufe folgt häufig ein Wirtschaftspraktikum. „Da ist es gut, wenn man frühzeitig Kontakte zu einem Betrieb aufbaut“, sagt Oliver Scheling vom BBZ. Auch ein Freiwilliges Soziales Jahr könne für Schulabgänger eine Möglichkeit sein, sich beruflich zu orientieren.
Timm Emser vom Rotary Club Segeberg beobachtet zudem, dass sich die Wege in den Beruf verändern. Nicht jeder junge Mensch strebt noch bis zum Abitur. Die Fachhochschulreife bietet ebenfalls verschiedene Möglichkeiten für Ausbildung, Studium oder weitere praktische Erfahrungen. Die Messe richtet sich deshalb ausdrücklich nicht nur an Jugendliche, die bereits einen konkreten Ausbildungsberuf im Blick haben.
Eine Anmeldung für den Messebesuch ist nicht erforderlich. Auch Eltern können ihre Kinder begleiten. Rund eine Stunde sollten Interessierte für den Besuch einplanen.
Zur Vorbereitung steht unter berufeMAP eine digitale Übersicht der teilnehmenden Unternehmen zur Verfügung. Dort finden sich Informationen zu den Betrieben, Ausbildungsberufen und weiteren Angeboten.
Die Messe gehört seit vielen Jahren zum festen Angebot des Rotary Clubs Segeberg und hat sich inzwischen zu einer wichtigen Plattform für den Kontakt zwischen jungen Menschen und Unternehmen aus der Region entwickelt. ohe
Rotary-AZUBImesse setzt auf innovatives Stärkenmatching
Bad Segeberg. Die beliebte Rotary-AZUBImesse im EduArt des BBZ öffnet am Montag, 14. September, wieder ihre Türen für Schülerinnen und Schüler auf der Suche nach dem passenden Ausbildungs- oder Praktikumsplatz.
In diesem Jahr erwartet die Besucherinnen und Besucher sowie die ausstellenden Unternehmen eine besondere Neuerung: Das sogenannte Stärkenmatching bringt Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zielgerichtet und auf Augenhöhe zusammen – sowohl analog vor Ort als auch digital im Vorfeld und Nachgang.
Das System wurde von Praktikum Hansebelt in Kooperation mit der WKS Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Kreis Segeberg entwickelt. Es knüpft an das vertraute Konzept des Stärkenparcours Schleswig-Holstein an, den viele Jugendliche bereits aus der siebten. Klassenstufe kennen.
In sieben Stärken zum Wunsch-Praktikum oder Ausbildungsplatz
Statt langer Anforderungsprofile stehen beim Stärkenmatching die persönlichen Neigungen und Fähigkeiten der Jugendlichen im Mittelpunkt. Sieben anschauliche Kategorien dienen als einfache Orientierungshilfe:
Direkt anpacken! – Praktische Begabung, Handwerk & Bewegung
Natürlich grün! – Natur, Tiere, Pflanzen & Umwelt
Für andere! – Soziales Engagement, Teamgeist & Hilfsbereitschaft
Orga läuft! – Organisation, Struktur & Überblick
Schöne Ideen! – Kreativität, Design & Fantasie
Erzähl mal! – Kommunikation, Moderation & Zuhören
Na logisch! – Logisches Denken, Zahlen & Analysen
So funktioniert das Matching auf der Messe
Vor Ort auf der Messe: Die Jugendlichen wählen vor Ort bis zu drei Stärkenaufkleber aus und bringen diese sichtbar an ihrer Kleidung an. Die teilnehmenden Ausbildungsbetriebe kennzeichnen ihre Stände mit den entsprechenden Stärkenschildern für die Berufe, die sie anbieten. Sieht ein Schüler am Stand „seine“ Symbole, ist der Einstieg ins Gespräch sofort geschafft.
Digital im Messe-Navigator: Über den Messe-Navigator (berufemap / praktikum-hansebelt.de) können Jugendliche gezielt nach ihren Stärken filtern und so schon vor dem Messebesuch die für sie passenden Unternehmen ausfindig machen.
„Das Stärkenmatching nimmt Hemmungen beim Erstkontakt auf der Messe und hilft den Jugendlichen, sich ihrer eigenen Talente bewusst zu werden“, betonen die Veranstalter. Auch die Unternehmen profitieren von qualifizierten und motivierten Gesprächen mit Nachwuchskräften, deren persönliche Stärken exakt zu den Anforderungen der Ausbildungsberufe passen.
Schulen und Lehrkräfte sind herzlich dazu aufgerufen, ihre Schülerinnen und Schüler im Unterricht auf die Nutzung der Stärkenaufkleber und des digitalen Filters einzustimmen. ohe