Ihr Fahrradprofi lädt zum Checkpoint-Ride
Ahrensbök/Bad SegebergEinfach möglichst schnell draufloszufahren, reicht nicht. Beim Checkpoint-Ride von „Ihr Fahrradprofi“ sind Köpfchen, Orientierungssinn und eine kluge Taktik gefragt. Das neue Fahrrad-Event findet am Ostersonnabend, 4. April, statt und soll zugleich ein sportliches Season-Opening sein.
Treffpunkt ist um 8.45 Uhr am Geschäft von Ihr Fahrradprofi in Ahrensbök (Dieksbarg 4). Der Start erfolgt wenig später, sodass alle Teilnehmenden gleichzeitig ins dreieinhalbstündige Zeitfenster gehen. Innerhalb dieser Zeit gilt es, so viele der vorgegebenen Checkpoints wie möglich anzufahren und Punkte zu sammeln.
Das Prinzip erinnert an eine klassische Orientierungsfahrt – nur moderner. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer erhält eine Karte mit eingezeichneten Punkten. Navigationsgeräte dürfen unterstützend genutzt werden, doch die Grundlage ist das Lesen der Karte. „Wer Karten lesen kann, ist klar im Vorteil“, sagt Inhaber Klaus Röhr. Er hat selbst an einem ähnlichen Format im Harz teilgenommen und festgestellt: Nicht Tempo allein entscheidet, sondern die richtige Streckenwahl. Wer sich zunächst Zeit nimmt, die Route zu planen, ist am Ende oft erfolgreicher als jemand, der unüberlegt losfährt.
Die Checkpoints sind unterschiedlich bewertet. Für weiter entfernte Ziele – etwa auf dem Moosberg oder in Richtung Bad Segeberg – gibt es deutlich mehr Punkte als für Stationen direkt im Ort. Wer etwa einen 30-Punkte-Checkpoint anfährt, investiert mehr Zeit, wird dafür aber höher belohnt. Kleinere Stationen bringen entsprechend weniger Zähler. Entscheidend ist die persönliche Strategie: erst die weiten Strecken oder lieber mehrere nahegelegene Punkte sammeln? Nach dreieinhalb Stunden müssen alle wieder am Startort eintreffen. Wer die Zeit überschreitet, erhält Minuspunkte.
Gefahren wird entweder einzeln oder in Teams mit bis zu drei Personen. Ein Team muss gemeinsam unterwegs sein und gemeinsam an den Checkpoints erscheinen – aufgeteilt werden darf sich nicht. E-Bikes sind erlaubt, werden jedoch in einer eigenen Wertungsklasse geführt. Grundsätzlich teilnehmen kann jedes Fahrrad mit oder ohne Motor, das für Waldwege geeignet ist.
An den jeweiligen Stationen machen die Teilnehmenden ein Selfie mit ihrer Startnummer als Nachweis und senden dieses digital an die Veranstalter. So ist eine zügige Auswertung möglich. „Man merkt im Ort kaum, dass ein Wettbewerb stattfindet“, erklärt Röhr. Da jede und jeder eine eigene Taktik verfolgt, verteilen sich die Fahrerinnen und Fahrer in der gesamten Region zwischen Ahrensbök und Bad Segeberg.
Die Streckenlänge ergibt sich aus dem individuellen Tempo. Wer sehr sportlich unterwegs ist, kann in dreieinhalb Stunden durchaus 70 bis 80 Kilometer zurücklegen. Andere fahren deutlich weniger – entscheidend sind nicht die Kilometer, sondern die gesammelten Punkte. „Die Strecke ist so weit, wie man in dreieinhalb Stunden fahren möchte“, sagt Röhr.
Im Anschluss an die Auswertung findet eine Siegerehrung mit Sachpreisen für die Erstplatzierten der jeweiligen Kategorien statt. Auch besondere Leistungen – etwa die weiteste Anreise oder die jüngsten Teilnehmenden – sollen gewürdigt werden.
Das Startgeld beträgt zehn Euro. Anmeldeschluss ist der Donnerstag, 2. April um 18 Uhr. Die Einnahmen werden vollständig an die Tafeln in Ahrensbök und Bad Segeberg gespendet. Eine frühzeitige Anmeldung erleichtert die Planung, eine gestaffelte Startgebühr ist jedoch nicht vorgesehen.
Nach der Rückkehr aller Teilnehmenden ist für das leibliche Wohl gesorgt. Bei gutem Wetter werden Grill und Getränke bereitgestellt. „Wir wollen keinen Profi-Wettkampf, sondern ein Event für alle, die Spaß am Radfahren haben und ihre Heimat – oder eine neue Gegend – einmal anders entdecken möchten“, betont Röhr. Sollte die Premiere erfolgreich verlaufen, ist eine Fortsetzung im kommenden Jahr bereits denkbar .ohe