DRK spendet sieben Defibrillatoren für Vereine
Bad SegebergIn keinem größeren Clubhaus oder Vereinsraum sollte ein Defibrillator fehlen. Das betont Dieter Abel, Vorsitzender des Segeberger Kreisverbandes im Deutschen Roten Kreuz (DRK). Er hat selbst erlebt, wie ein Mann bei einer Sportveranstaltung plötzlich zusammenbrach. Ein Defibrillator war nicht vor Ort und niemand wusste, wie eine Herzdruckmassage durchzuführen ist. Der Mann starb.
Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Sekunde: Mit jeder Minute ohne Herz-Lungen-Wiederbelebung sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent. Eine Spende aus einer Erbschaft nutzt der DRK-Kreisverband nun, um sieben Vereinen jeweils einen Defibrillator zur Verfügung zu stellen. Bis Ende März können sich Vereine per E-Mail an pr@drk-segeberg.de
um die Geräte bewerben. „Die Vereine sollten über einen Raum verfügen, der für alle zugänglich ist“, erklärt Stefanie Heuer, Referentin der Geschäftsführung beim DRK.
Die Handhabung der Geräte ist denkbar einfach: Sobald der Defibrillator aufgeklappt wird, erläutert eine Stimme gut verständlich alle notwendigen Schritte. „Man kann nichts falsch machen“, versichert Dieter Abel. Der einzige Fehler wäre, nichts zu tun.
Zusätzlich erhalten die Vereine eine kostenlose Schulung im Umgang mit dem Gerät.
Rund 10.000 Euro an Spendengeldern investiert der DRK-Kreisverband in das Projekt. „Wir wollen das Thema Erste Hilfe stärker in den Fokus rücken“, erklärt Dieter Abel. ohe