Aus dem Geschäftsleben

Café Spindel feiert zehnjähriges Bestehen

von Gerald Henseler

Das Team des Café Spindel, Katharina Koch, Thies Schröter, Thorsten Weiß, Svenja Jakowlew, Domenique Kühl und Sabrina Langmesser (v.li.), hält zum Jubiläum Überraschungen für die Gäste bereit. Foto: ohe

Bad Segeberg (em). Kulinarische Besonderheiten für die Gäste und ein Sprungbrett ins Arbeitsleben für Menschen mit Behinderungen - das Café Spindel ist weit über Bad Segeberg hinaus bekannt.

Überraschungen der besonderen Art erwarten Gäste des Cafés Spindel, nicht nur der kulinarischen Art. Denn das Bad Segeberger Restaurant feiert sein zehnjähriges Jubiläum als Arbeitsstätte der Segeberger Wohn- und Werkstätten. „Das möchten wir zum Anlass nehmen, unseren Gästen zu danken – mit kleinen Überraschungen noch bis zum 21. Januar“, verrät Restaurantleiterin Ute Bruhn.

Das Lokal ist eingebettet in dem historischen und denkmalgeschützten Ensemble der einstigen Wollspinnerei Blunck, die bis 2010 zumindest noch teilweise produzierte, ehe der Betrieb des Familienunternehmens nach 169 Jahren ganz eingestellt wurde. Eine Gastronomin erkannte das Potenzial des zentral gelegenen Gebäudes und pachtete das einstige Kontorhaus direkt an der Kurhausstraße und baute es zu einem Restaurant-Café um, das schnell seine Liebhaber fand.

Nur zwei Jahre später musste sie das Geschäft aus gesundheitlichen Gründen einstellen. Der Landesverein für Innere Mission in Schleswig-Holstein zögerte nicht lange und übernahm das Café Spindel als Arbeitsstätte für seine Segeberger Wohn- und Werkstätten. Der Restaurant- und Cafébetrieb wurde beibehalten, jetzt aber arbeiteten Beschäftigte der Behindertenwerkstätten in der Küche und in der Bedienung, unter Anleitung von Fachpersonal. So kam eine weitere Arbeits- und Entwicklungsperspektive für Menschen mit Behinderungen dazu.

In den Segeberger Wohn- und Werkstätten mit Standorten in Bad Segeberg, Wahlstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und Rickling arbeiten insgesamt rund 500 Beschäftigte in unterschiedlichen Bereichen wie Montage und Verpackung, Büroservice, Papier- und Holzverarbeitung, Polsterei, Wäscherei, Hauswirtschaft, Verkauf und Service, Garten- und Landschaftsbau und eben Gastronomie – auch das Café Friedrich in Trappenkamp gehört dazu.

Das Café Spindel kann noch mit weiteren Besonderheiten aufwarten. So stammt ein Teil der Zutaten aus eigener Produktion, wie etwa die Rindersteaks von Weidetieren des zum Landesverein gehörigen Koloniehof in Rickling. Die Kuchen und Torten kommen aus der Bäckerei des Landesvereins. Die kredenzen die Mitarbeitenden in den historischen Räumen und im Sommer im idyllischen Garten der Wollspinnerei, ebenso wie leckeren Mittagstisch und die liebevoll und kreativ zusammengestellten Menüs am Abend.

Das Café Spindel hat montags bis freitags in der Zeit von 11.30 bis 22 Uhr geöffnet, am Wochenende und feiertags ist geschlossen.

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