27 neue Fachkräfte in der Elektro-Innung: Mit Energie in die Zukunft
TangstedtIn der Tangstedter Mühle stand eine besondere Feier des Handwerks an: 27 junge Menschen aus 15 Ausbildungsbetrieben wurden im festlichen Rahmen von ihren Lehrlingspflichten freigesprochen und offiziell in den Gesellenstand der Elektroniker der Fachrichtung Energie und Gebäudetechnik erhoben. Obermeister Andreas Münster führte durch die Zeremonie und betonte, dass der Gesellenbrief die Grundlage einer vielversprechenden beruflichen Zukunft in einem sich stetig wandelnden Handwerk sei.
Neue Techniken und innovative Herausforderungen prägten den Alltag der Elektroniker. Mit Blick auf die Energiewende betonte Münster, dass gerade Gebäudeelektroniker dringend gebraucht würden – etwa für die Installation von Wärmepumpen und Lüftungssystemen sowie für intelligente Steuerungen, die eine Überlastung der Stromnetze vermeiden und zugleich eine zuverlässige Energieversorgung sicherstellen. „Sie können etwas, das viele andere eben nicht können“, unterstrich Münster.
Die Bedeutung des Berufsbildes zeigte sich auch in den Grußworten der Staatssekretärin Julia Carstens vom Arbeitsministerium: „Wir sind uns der Herausforderungen im Handwerk sehr bewusst. Sie sind diejenigen, die unser Land am Laufen halten.“ Schleswig-Holstein sei das „Energiewendeland Nummer eins“ – ein Anspruch, der ohne qualifizierte Fachkräfte nicht zu halten sei. Die Energiewende werde nicht am Schreibtisch, sondern vor Ort, in Gebäuden und Energieanlagen gestaltet, so Carstens weiter. Sie appellierte zudem an die neuen Gesellen, über die Übernahme kleinerer Betriebe nachzudenken, denn gerade diese seien für ländliche Regionen von großer Bedeutung.
Ein besonderes Highlight des Abends war die Ehrung der Jahrgangsbesten: Constanze Lux aus Borstel im Kreis Segeberg setzte sich mit herausragenden Leistungen an die Spitze. Die 27-Jährige absolvierte ihre Ausbildung bei Busack & Fischer in Sievershütten, konnte ihre Ausbildungszeit verkürzen und blickt bereits auf ein abgeschlossenes Masterstudium sowie Berufserfahrung in der Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung zurück. Sie entschied sich bewusst für den Wechsel ins Handwerk: „Ich hatte das Bedürfnis, Resultate meiner Arbeit tatsächlich zu sehen. Als ich das erste Mal das Licht einschaltete, das ich selbst verlegt hatte, wusste ich: Ich habe alles richtig gemacht.“ Sie wird am Landeswettbewerb der besten Absolventen teilnehmen und plant den Meisterweg. Auch eine spätere Betriebsübernahme schließt sie nicht aus.
Aus dem Verbreitungsgebiet von Basses Blatt haben bestanden: Niklas Batz aus Itzstedt, Mads Herzog aus Stuvenborn und Constanze Lux aus Sülfeld (alle Ausbildungsbetrieb Elektrotechnischer Service Busack & Fischer, Sievershütten), Kevin-Shawn Offermann aus Schackendorf (Elektrotechnik Offermann, Bad Segeberg), Jan Philip Papendorf aus Mözen (Benjamin Gottschalck Elektrotechnikermeister, Mözen), David Twardon aus Bad Segeberg (Electro Schweim, Bad Segeberg). bry