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von Katja Lassen

Zwei Zukunftsprojekte im Amt Itzstedt werden mit jeweils 600.000 Euro gefördert

Sülfeld/ItzstedtGute Nachrichten für zwei wichtige Zukunftsprojekte im Amt Itzstedt: Staatssekretär Otto Carstens übergab in Sülfeld Förderbescheide über insgesamt 1,2 Millionen Euro. Jeweils 600.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) erhielt Itzstedts Bürgermeister Volker Wulff für den Bau eines Ärztehauses in Itzstedt, Sülfelds Bürgermeister Marek Krysiak nahm die Förderung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses mit Gemeinschaftsraum in Sülfeld entgegen.
Auf einer ehemaligen Tennisfläche hinter dem Bürgerhaus in Itzstedt soll ein modernes Ärztehaus mit einer hausärztlichen Praxis und einer Zahnarztpraxis entstehen. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in der Region langfristig zu sichern. Die Planung wurde gemeinsam mit der Ärztegenossenschaft Nord sowie den künftigen Mieterinnen, Hausärztin Elke Siegmund und Zahnärztin Ina Leites, entwickelt. Auch Seniorenbeirat und Tagespflegeeinrichtung brachten ihre Anregungen ein. Das Projekt geht auf das Ortskern­entwicklungskonzept zurück, in dem die Bürgerinnen und Bürger den Wunsch nach einer langfristigen Sicherung der ärztlichen Versorgung deutlich formuliert hatten. Eine spätere Aufstockung des Gebäudes ist bereits vorgesehen.
Die Gesamtkosten liegen bei rund 3,6 Millionen Euro. Neben der GAK-Förderung finanziert die Gemeinde Itzstedt das Projekt aus Zentralortsmitteln in Abstimmung mit der Gemeinde Nahe, Kreditaufnahmen, die über Miet­einnahmen refinanziert werden sollen, sowie Mitteln aus dem Sondervermögen des Bundes. Die Architektenleistungen sollen noch in diesem Jahr europaweit ausgeschrieben werden, die Fertigstellung ist für Mitte bis Ende 2028 geplant.
„Viel zu lange schon“, warten nach den Worten von Wehrführer John-David von Elm die rund 50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Sülfeld auf ein neues Feuerwehrgerätehaus. Das Gebäude aus dem Jahr 1988 erfüllt die heutigen Anforderungen nicht mehr. Zu wenig Platz für inzwischen vier Fahrzeuge, fehlende Umkleiden und Sanitärräume sowie die vorgeschriebene Schwarz-Weiß-Trennung machen einen Neubau erforderlich.
Das bestehende Gebäude wird deshalb abgerissen und am gleichen Standort durch einen eingeschossigen Neubau mit fünf Fahrzeugstellplätzen ersetzt. Herzstück wird neben den Feuerwehrbereichen ein rund 84 Quadratmeter großer Mehrzweckraum mit Teeküche und Sanitäranlagen sein, der Vereinen und Organisationen kostenfrei zur Verfügung stehen soll.
Die Baukosten betragen rund 3,51 Millionen Euro. Zusätzlich zur GAK-Förderung erhält Sülfeld 50.000 Euro aus der Investitionsförderrichtlinie des Kreises Segeberg. Der Eigenanteil wird über Eigenmittel, Kredite und Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes finanziert. Auch dieses Projekt soll bis Mitte beziehungsweise Ende 2028 fertiggestellt werden.
Staatssekretär Otto Carstens lobte die gute Zusammenarbeit der Gemeinden im Amt Itzstedt. Sie sei keine Selbstverständlichkeit und trage wesentlich dazu bei, die Entwicklung des ländlichen Raums sowie eine zukunftsfähige Infrastruktur zu sichern. kf