Was ist das Beste für meinen pflegebedürftigen Angehörigen?

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von Gerald Henseler

Was ist das Beste für meinen pflegebedürftigen Angehörigen?

Altenpflegerin Ariana Völkner verrät, worauf sie bei der Wahl einer Pflege Wert legt.Foto: hfr
Altenpflegerin Ariana Völkner verrät, worauf sie bei der Wahl einer Pflege Wert legt.Foto: hfr

Bad Segeberg (ohe). Was kann und muss ich tun, wenn ein Angehöriger pflegebedürftig wird? Diese Frage stellen sich die meisten Menschen erst, wenn der Fall wirklich eintritt. Basses Blatt hat mit Ariana Völkner darüber gesprochen. Sie arbeitet seit über 20 Jahren in der Altenpflege und war in unterschiedlichen Bereichen tätig.

Ihre Großmutter ins Heim zu geben, das würde Ariana Völkner schwer fallen. „Ambulante Pflegedienste sind toll“, sagt die Altenpflegerin. Besonders dann, wenn noch Familienangehörige zuhause sind, empfiehlt sie diesen Weg. Sie selbst würde versuchen sich um ihre Großmutter zu kümmern und nur einige Aufgaben von Pflegediensten übernehmen lassen. „Die meisten Pflegedienste sind da total flexibel und bieten ganz individuelle Möglichkeiten an.

Ergänzend hält sie Tagespflege für eine gute Möglichkeit. Die Senioren und Seniorinnen werden dann in der Regel von zuhause abgeholt und in einer Gemeinschaft tagsüber betreut. Das Angebot von Tagespflegeeinrichtungen ist vielseitig. Es reicht von Spielenachmittagen und gemeinsamen Mahlzeiten bis hin zu Gymnastikangeboten.

Wenn pflegende Angehörige einmal eine Auszeit brauchen, dann ist die Kurzzeitpflege die richtige Wahl.

Die Unterbringung in einem Heim lässt sich nicht immer vermeiden. „Manche Senioren und Seniorinnen lieben es, rundum umsorgt zu werden und suchen sich schon früh einen Heimplatz“, weiß Ariana Völkner. Die meisten älteren Menschen kommen aber erst in eine Seniorenresidenz, wenn sie pflegebedürftig sind.

Ariana Völkner verrät uns, worauf sie bei der Wahl eines Heimes achten würde. Sie würde sich das gesamte Haus anschauen. Riecht es nach Urin, gäbe das einen Minuspunkt.  Das ganze Haus sollte einen gemütlichen und einladenden Charakter haben. Ein Beschäftigungsraum sollte nicht fehlen.

Ganz gezielt würde Ariana Völk-ner nach der Personalsituation fr-agen.  Verzichtet das Heim  auf den Einsatz von Kräften aus der Vermittlung von Zeitarbeitsfirmen, wäre das für Ariana Völkner ein Pluspunkt. Die meisten Senioren wünschen sich bekannte Gesichter bei den Pflegenden. Ständiger Wechsel wird eher als unangenehm empfunden.

Wie sieht die Beschäftigungstherapie aus? Werden die Senioren und Seniorinnen in den Alltag eingebunden? Können die Bewohner und Bewohnerinnen allein oder in Begleitung rausgehen? Gibt es eine Begleitung bei Arztbesuchen? Auch danach sollte man bei der Wahl eines Heimplatzes fragen.

Ganz wichtig ist für die meisten Senioren das Essen.  Die Mahlzeiten gliedern ihren Tag und sollten die Highlights sein. „Mit wäre es ganz wichtig, dass frisch gekocht wird“, sagt Ariana Völkner.

Der Tod gehört in allen Seniorenheimen zum Alltag. Viele Heime arbeiten mit palliativen Einrichtungen zusammen. In christlichen Häusern sind oft auch Pastoren oder Pastorinnen zu Gast. Andere religiöse Gemeinschaften machen ähnliche Angebote.

Ariana Völkner liebt ihren Job. Sie bedauert es, oft nicht die Zeit für die Seniorinnen und Senioren zu haben, die sie sich wünscht. Daher übernimmt sie gern Nachtdienste. Da ist es ruhiger. „Es gibt immer ältere Menschen, die auch nachts noch wach sind“, weiß die Altenpflegerin. Mit denen unterhält sie sich dann gern.


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