Redakteure vom Dienst

Sie haben eine interessante Geschichte? Kontaktieren Sie unsere Redakteure vom Dienst.

Gerald Henseler
Tel. 04551 - 99 00-30
Fax 04551 - 99 00-33
E-Mail

Dirk Marquardt
Tel. 04551 - 99 00-31
Fax 04551 - 99 00-33
E-Mail

von prakti kant

Vom Steinbruch zum Freilichttheater

Mann hält ein Buch in einer belebten Einkaufsstraße.

Bad SegebergHans-Werner Baurycza und Peter Zastrow haben den fünften Band der Reihe „Segeberger Blätter“ überarbeitet und neu aufgelegt. Das Buch ist ab sofort zum Preis von 19,95 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.
Der Band widmet sich der Geschichte des Kalkbergs und der heutigen Freilichtbühne. Ohne den jahrhundertelangen Gipsabbau hätte es die spätere Open-Air-Bühne nicht gegeben. Bis 1931 wurden rund eine Million Kubikmeter Gestein abgebaut und etwa 2,5 Millionen Tonnen Gips gewonnen. Der Kalkberg verlor dadurch stark an Substanz und hinterließ einen unansehnlichen Steinbruch.
Ende der zwanziger Jahre entstand die Idee, das Gelände in ein Freilichttheater umzuwandeln. Erste Planungen sahen eine Anlage mit 1500 Sitzplätzen vor, doch fehlten die finanziellen Mittel. Ab 1934 ließ das Reichsministerium für Propaganda dort eine sogenannte Thingstätte für bis zu 20 000 Besucher errichten. Arbeitskräfte des Reichsarbeitsdienstes formten bis 1937 ein halbrundes Amphitheater. Joseph Goebbels eröffnete die Anlage im Oktober 1937.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb die Nutzung zunächst unklar. 1952 brachte die Idee eines Oberspielleiters die Wende. Die ersten Karl-May-Spiele am Kalkberg wurden ein großer Erfolg und entwickelten sich zu einem dauerhaften Publikumsmagneten mit mehr als zehn Millionen Besuchern. Die städtische Kalkberg GmbH betreibt die Bühne bis heute und richtet neben den Karl-May-Spielen auch Konzerte aus.
Der neu aufgelegte Band erschien erstmals 2012 und präsentiert sich nun in überarbeiteter Form. Das bewährte Layout bleibt erhalten: links die abgeschlossenen Texte, rechts die dazugehörigen historischen Abbildungen. Das Buch dokumentiert anschaulich ein bedeutendes Stück Segeberger Stadtgeschichte. zas/ohe