Theodor-Storm-Schule ist Vorbild in Sachen Inklusion

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von Gerald Henseler

Theodor-Storm-Schule ist Vorbild in Sachen Inklusion

Der kommissarische Schulleiter Nils Ascheberg (li.) und Bürgermeister Toni Köppen (re.) freuen sich über das Gütesiegel. Michaela Pries, Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen und Alfred Bornhalm, Landesvorsitzender des SoVD, überreichte Urkund

Bad Segeberg (ohe). Der schwellenlose Eingang, Treppen mit farblichen Kontrasten, die barrierefreien Toiletten und die Tische für Rollstuhlfahrer in der Mensa haben die Juroren des Landesverbandes Schleswig Holstein des Sozialverbandes Deutschland (SoVD) überzeugt. Mit einem Gütesiegel zeichnete der Verband jetzt die Theodor-Storm-Schule in Bad Segeberg für besonderes Engagement für die Teilhabe von behinderten Menschen in der Gesellschaft aus.

Für Kirsten Grundmann, der Vorsitzenden des SoVD Bad Segeberg, hat die Theodor-Storm-Schule schon lange Vorbildcharakter in Sachen Inklusion. Sie erinnerte daran, dass die Schule schon in den 1990er Jahren einen mehrfach schwerbehinderten Jungen aufgenommen hat. „Das war eine große Herausforderung  für die Schule“, sagte Kirsten Grundmann. Den Jungen und seine Mutter hat die Aufnahme in die Theodor-Storm-Schule  sehr glücklich und stolz gemacht.

Inklusion werde in Bad Segeberg  sehr groß geschrieben, lobte Michaela Pries, die Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen. „Inklusion bedeutet unter anderem, dass Menschen mit und ohne Behinderung möglichst alle Dinge des täglichen Lebens selbstständig bewältigen können“, erklärte Pries.

Alfred Bornhalm, der Landesvorsitzende des SoVD Schlesig-Holstein, brachte in diesem Jahr schon die zweite Bronze-Plakette nach Bad Segeberg. Im Frühjahr zeichnete der Verband die Stadtbücherei aus. „Das zeigt, dass das Thema Barrierefreiheit und Inklusion in Bad Segeberg weit oben steht“, sagte Alfred Bornhalm. Bürgermeister Toni Köppen ist sich sicher, dass die Auszeichnung nicht die letzte für Einrichtungen in der Stadt sein wird. „In einigen Bereichen sind wir noch nicht dort, wo wir sein möchten“, räumte Köppen ein. Im Landesvergleich nimmt Bad Segeberg in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit eine Spitzenstellung ein.

Michaela Pries hofft, dass Inklusion zur Selbstverständlichkeit wird. „Ich wünsche mir eine Zeit, in der wir nicht mehr mit Gütezeichen darauf aufmerksam machen müssen“, so Pries.

Mit dem Lied Hall, willkommen in der Schule begrüßten die Schüler und Schülerinnen die Gäste in der Theodor-Storm-Schule.

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