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von Gerald Henseler

Stadt startet Großbefragung zum neuen Mobilitätskonzept

Wie sieht die Mobilität von morgen aus? Wie rollt der Verkehr in den nächsten 10 bis 15 Jahren durch Bad Segeberg? Um diese Weichen für die Zukunft zu stellen, erarbeitet die Stadt derzeit ein wegweisendes Planwerk unter dem Kurztitel „SEMOKOplus“. Das erklärte Ziel: Eine nachhaltige, moderne und zukunftsorientierte Verkehrsplanung, die alle Mobilitätsformen zusammendenkt.

Unter dem optimistischen Untertitel Neue Wege für Bad Segeberg nimmt das Konzept das gesamte Spektrum der Fortbewegung unter die Lupe. Vom Fuß- und Radverkehr über den öffentlichen Nahverkehr bis hin zum Auto- und Wirtschaftsverkehr wird alles neu aufgerollt. Auch moderne Themen wie Barrierefreiheit, Verkehrssicherheit, Elektromobilität und flexible On-Demand-Angebote fließen fest in die Planung ein.

Eine historische Chance durch die A20

Ein ganz zentraler Treiber für das Projekt ist der geplante Weiterbau der Bundesautobahn A20. Was auf den ersten Blick nach reiner Autobahnplanung klingt, eröffnet der Stadt völlig neue Spielräume im Zentrum. Die Entlastung bietet die historische Chance, den innerstädtischen Verkehr völlig neu zu denken, den Klimaschutz voranzutreiben und Straßen sowie öffentliche Plätze für die Menschen deutlich attraktiver und lebenswerter zu gestalten.

Die Herausforderung für die Planer ist allerdings groß: Die Mobilitätsbedürfnisse von Einwohnern, Pendlern und Touristen sind völlig unterschiedlich und müssen unter einen Hut gebracht werden. Um das zu schaffen, braucht die Verwaltung verlässliche Daten aus der Praxis.

Bürgerbefragung startet

Wie bewegen sich die Bad Segeberger im Alltag fort? Wo drückt der Schuh? Um das herauszufinden, startet die Stadt jetzt eine großangelegte Haushaltsbefragung.

Wichtig: Die kompletten Unterlagen zur Befragung inklusive aller Informationen zum Ablauf und Ansprechpartnern liegen dieser Ausgabe des Basses Blatt bei.

Die Stadtverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger herzlich darum, sich ein paar Minuten Zeit zu nehmen, den Fragebogen auszufüllen und an die Stadt zurückzusenden.

Bürgermeister Toni Köppen betont, wie wichtig die Mithilfe aus der Bevölkerung für den Erfolg des Mammutprojekts ist:

„Je höher die Beteiligung ist, desto zielgenauer können wir die Mobilitätsangebote und das Verkehrssystem in unserer Stadt ausrichten. Jeder ausgefüllte Fragebogen trägt zu einer verbesserten Qualität der Planung bei. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und bedanken uns im Voraus bei unseren Bürgerinnen und Bürgern für die Mitwirkung und die investierte Zeit.“ Die Fragebögen liegen in der kommenden Woche der Ausgabe von Basses Blatt bei.