Seniorenbeirat macht fit fürs Busfahren

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von Gerald Henseler

Seniorenbeirat macht fit fürs Busfahren

Der blaue Knopf war auch für Ina Kühl neu. Wird er gedrückt, bekommt der Busfahrer ein Signal und wartet dann länger.

Bad Segeberg (ohe). Busfahren kann zum Problem werden, wenn man bewegungseingeschränkt ist. Daher lud der Seniorenbeirat der Stadt Bad Segeberg zur Aktion Mit Rollator und Rollstuhl sicher im Bus ein. Experten der Hamburger Verkehrsbetriebe (HVV), der Autokraft sowie des Sanitätshauses Klindwort gaben den Teilnehmern einen Nachmittag lang theoretische und praktische Tipps, um Ängste beim Bus- und Bahnfahren abzubauen.

Im Vorgespräch klagten einige Senioren darüber, dass ihnen an den Haltestellen zu wenig Zeit bleibe, um einen sicheren Sitzplatz zu finden, bevor der Bus anfährt. Busfahrer Jan Anton von der Autokraft nahm die Sorgen der Senioren ernst. Manchen Kollegen sei das Einhalten des Zeitplans wichtiger, als die Sorge um die Menschen, räumte er ein. Für Jan Anton geht die Sicherheit immer vor dem Zeitverlust. Er opferte an seinem Geburtstag seinen freien Tag, um an der Aktion des Seniorenbeirats teilnehmen zu können. Mit einem Linienbus fuhr er vor die Marienkirche. Gemeinsam mit den Kollegen vom HVV zeigte er allen teilnehmenden Seniorinnen und Senioren am praktischen Beispiel, wie man sicher in den Bus ein und aussteigt.

Nahezu allen der rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern war die blaue Taste unbekannt. „Wird die gedrückt, erhält der Fahrer ein Signal und weiß, dass er besonders achtsam sein muss und sich für die Weiterfahrt mehr Zeit lassen muss“, erklärt Holger Neumann vom HVV. Die Tasten befinden sich neben den Einstiegtüren und im Bus nahezu an jedem Sitzplatz. „Ob darauf ein Kinderwagen, ein Rollstuhl oder eine Gehhilfe abgebildet ist, ist egal“, sagt Neumann. Das Signal beim Fahrer ist immer gleich.

Oft haben es Senioren schwer, mit Rollatoren im Bus voranzukommen. Günther Michalik vom HVV empfiehlt daher, die Fahrkarte vorn beim Fahrer zu kaufen und dann außen zur Hintertür zu gehen. „Die Fahrer kommen raus, um die Fahrkarte zu übergeben“, versichert er.

Beim Aussteigen sei es sicherer, rückwärts aus dem Bus zu steigen und den Rollator hinter sich herzuziehen. Wer den Rollator zuerst rausstellt, stolpert eher.

Während die Teams von HVV und Autokraft mit den Senioren das Ein- und Aussteigen übten,  überprüften Björn Storm und Torben Brandenburg vom Sanitätshaus Klindwort die Rollatoren der Senioren. Besonders Bremsen und Bereifung nahmen sie unter die Lupe. Zudem gaben sie Tipps, zum Umgang mit Rollatoren an Bushaltestellen.


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