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von Gerald Henseler

Seit 40 Jahren ein Zuhause für Bewegungseingeschränkte

Gruppe posiert unter bunten Luftballons in einem Raum.

Bad Segeberg16 Frauen und Männer leben in der Wohngruppe am Kuckucksbarg. Die meisten von ihnen leiden an Multipler Sklerose, alle sind in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Jede und jeder hat eine feste Bezugsperson – jemanden, der immer für sie da ist. Die Bewohnerinnen und Bewohner sind zwischen 30 und 63 Jahre alt. Manche leben bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Einrichtung. Die Wohngruppe ist für sie weit mehr als ein Zuhause: Sie ist Lebensmittelpunkt und Gemeinschaft zugleich.
Das Team um Leiterin Melanie Foth-Duitsmann, Pflegedienstleiter Hartwig Schritt und dessen Stellvertreterin Maria Dolling setzt alles daran, den Bewohnerinnen und Bewohnern ein möglichst selbstbestimmtes und angenehmes Leben zu ermöglichen. Besuch ist jederzeit willkommen – auch über Nacht.
Genau das hatte sich Margret Schultes gewünscht, als sie vor 40 Jahren die Wohngruppe für bewegungseingeschränkte Menschen ins Leben rief. Am vergangenen Wochenende feierte die in Schleswig-Holstein einzigartige Einrichtung ihr Jubiläum. Und natürlich geschah auch das ganz im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner: Ohne großes öffentliches Aufsehen und ohne viele fremde Gäste, dafür im Kreis vertrauter Menschen und Angehöriger. Gemeinsam wurde gegrillt, Kaffee getrunken, geklönt und gelacht. Für musikalische Unterhaltung sorgten Chorissimo, die Sängerinnen und Sänger der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Trappenkamp, sowie die Alsterperlen aus Hamburg.
„Unsere Pflege passt sich jedem einzelnen Menschen an“, sagt Maria Dolling. Die Erkrankungen der Bewohnerinnen und Bewohner erfordern eine intensive Betreuung rund um die Uhr. „Jeder Mensch hier ist anders.“ Genau darauf stellt sich das Team täglich neu ein. Ihr Ziel ist es, den Alltag für alle so angenehm wie möglich zu gestalten.
Dabei ist die Wohngruppe auf Spenden angewiesen. Sie ermöglichen Ausflüge und kleine Reisen, die vielen Bewohnerinnen und Bewohnern sonst verwehrt blieben. Besonders wichtig ist dabei der Kleinbus, das sogenannte Kuckucksmobil. Ohne ihn könnten viele das Haus kaum verlassen. Der Bus bringt sie zum Einkaufen, an den Strand, ins Theater oder auf den Jahrmarkt – und schenkt ihnen damit ein Stück Freiheit und Teilhabe. ohe