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von Alexandra Bury

Schüler helfen Schülern

Boostedt (aby). Wie einfach Völkerverständigung trotz Sprachbarrieren sein kann, bewiesen jetzt Schüler aus Boostedt und Neumünster. Die Klasse 6c der Holstenschule überbrachte Schülern der Außenstelle der Grund-und Gemeinschaftsschule Boostedt in der Landesunterkunft für Flüchtlinge gefüllte Federtaschen und Trinkflaschen im Wert von rund 1.000 Euro.

Um das Geld für die nützlichen Schulutensilien zusammen zu bekommen, haben die Holstenschüler Unmengen von Kuchen gebacken und sowohl in der Schule, im Lehrerzimmer und an Firmen der Umgebung verkauft. Klassenlehrer Georg Hartwig beschrieb das Engagement der Kinder: „Sie waren hochmotiviert und haben sich ganz selbständig um alles gekümmert, vom Backen zuhause bis zum Verkauf. Die Idee, den geflüchteten Kindern zu helfen und ihnen statt Geld Sachspenden zu übergeben, kam auch von den Schülern.“

Am Mittwoch verbrachten die Kinder beider Schulen gemeinsam einen bunten Vormittag vor der Flüchtlings-Schule in Boostedt, einige tauschten sogar Telefonnummern aus und knipsten gemeinsame Selfis. Severine von Stemm, Lehrerin in Boostedt, meinte: „Die Kinder waren ganz aufgeregt heute morgen, für sie ist es etwas besonderes, Besuch zu bekommen. Das durchbricht auf angenehme Weise den Tagesablauf.“ Die Schülerin Rania von der Holstenschule erklärte ihr Engagement so: „Ich stelle mir vor, wie es für mich wäre, fremd in einem Land zu sein. Dann würde ich mich sehr freuen, aufgenommen zu werden. Hier haben sich nach kurzer Zeit Kontakte geknüpft.“ Ihre Klassenkameradin Sidra erklärte: „Ich habe in Syrien gelebt und bin vor Jahren nach Deutschland gekommen. Unser Land war auch im Krieg und ich kenne das Gefühl, in der Fremde zu sein.“

Zurzeit sind rund 100 Schulpflichtige in der Landesunterkunft in Boostedt.

 


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