Postkarten für Freiheit und gegen Verzweiflung

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von Gerald Henseler

Postkarten für Freiheit und gegen Verzweiflung

Dorothea Kruse (v.li.), Claudia Jockisch und Gerd Spelling setzen sich für Menschenrechte ein. Die Mitglieder vom Amnesty Segeberg bitten Bürger, sie bei einer Postkartenaktion zu unterstützen. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Der Einsatz  bewirkt etwas. Das hören die Mitglieder von Amnesty International immer wieder von Menschen, die wegen ihrer Gesinnung, Hautfarbe, Volkszugehörigkeit, Religion oder ihres Geschlechts verfolgt oder inhaftiert wurden. Die Mitglieder der Bad Segeberger Amnesty-Gruppe setzen sich gerade für die Freilassung des in den Vereinigten Arabischen Emiraten inhaftierten Menschenrechtlers Ahmed Mansoor sowie für eine Gruppe belarussischer Menschenrechtler ein.

„Ahmed Mansoor ist ein politischer Gefangener, der sich nur aufgrund seines Einsatzes für die Menschenrechte in Haft befindet. Er muss sofort freigelassen werden“,  fordert die Amnesty-Gruppe Segeberg. In  Belarus ließ die Regierung Marfda Rabkova, Tatsania Lasita, Andrei Chapiuk, Leand Sudalenka, Ales Bialiaski, Uladzimir Labkovich und Valiantsin Stefanovich verhaften. Die Mitglieder der Menschenrechtsorganisation Viassna hatten die umstrittenen Präsidentschaftswahlen im August 2020 aktiv beobachtet und dokumentiert.

„Es gibt viele ähnliche Fälle. Unsere Gruppe konzentriert sich immer auf einige beispielhafte Fälle“, sagt Gerd Spelling von Amnesty Segeberg. Jetzt hoffen die Segeberger Menschenrechtler auf die Unterstützung der Bürger. Vor dem Eingang zur Stadtbücherei haben sie ein Pult aufgestellt.  Dort informieren sie über das Schicksal der Inhaftierten und bitten Bürger, Postkarten zu unterschreiben und so die Forderung zur Freilassung der Menschenrechtler zu unterstützen. Auch wenn es dazu nicht kommt, so bewirken die Karten und die Nachfragen von Amnesty in der Regel international doch, dass  die Inhaftierten Hafterleichterungen erhalten. Den Inhaftierten helfen sie dabei, nicht zu verzweifeln. „Die Postkarten können einfach in das Pult eingeworfen werden. Wir senden sie dann gesammelt ab“, sagt Gerd Spelling. „Man kann sie aber auch mitnehmen und weiter an Freunde verteilen und selbst absenden“, erklärt Dorothea Kruse, die ebenfalls der Segeberger Gruppe von Amnesty international angehört.

Bis Ostern soll das Pult mit den Karten und Informationsbriefen im WortOrt stehen bleiben. Nähere Informationen über die Arbeit der Amnesty-Gruppe Segeberg erteilt Karin Hübener unter der Rufnummer 0  45  51 / 78  49 oder per E-Mail an karin-huebener@amnesty-segeberg.de. Bei den Treffen der Gruppe ist jedermann herzlich willkommen.


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