Nahe und Itzstedt bauen gemeinsam Offene Kinder- und Jugendarbeit auf
ItzstedtDie Gemeinden Itzstedt und Nahe haben Anfang 2025 beschlossen, gemeinsam eine Offene Kinder- und Jugendarbeit (OKJA) für junge Menschen unter 21 Jahren aufzubauen. Der Start des Angebots ist nun im Mai 2026.
In einer zweijährigen Einführungsphase soll sich die OKJA etablieren und langfristig in den Gemeinden verankert werden. Träger des Projekts ist der Verein IN VIA Hamburg, der sich in einem mehrstufigen Auswahlverfahren durchgesetzt hat.
Dabei hat sich eine Finanzierungslücke ergeben, da die Kosten höher waren als ursprünglich geschätzt. Die Frage nach dem „Was nun?“ konnte dank der Aktivregion Alsterland geklärt werden. Die Aktivregion unterstützt die Einführungsphase mit 60 Prozent der Gesamtkosten aus dem Leader-Programm. Danach ist dann eine weitere Förderung nur für Einzelmaßnahmen möglich. Der Förderbescheid ging Ende März 2026 im Amt Itzstedt ein und sichert den Projektstart pünktlich zum 1. Mai 2026.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit wird ab Mai von Nele Krüger umgesetzt und gestaltet, die bereits Erfahrungen in der Arbeit mit Jugendlichen sowie in bestehenden Einrichtungen des Trägers mitbringt. Frau Krüger ist bereits jetzt per Mail unter krueger@invia-hamburg.de erreichbar.
Ziel ist es, insbesondere auch jene jungen Menschen zu erreichen, die bislang nicht in bestehende Angebote eingebunden sind. Daher ist sie auf die Unterstützung der Schule in Nahe, den Vereinen in den Gemeinden, den Feuerwehren, dem Kinder- und Jugendbeirat Itzstedt und einer ganzen Reihe von weiteren Organisationen angewiesen, die sich bereits jetzt schon um die Kinder und Jugendlichen kümmern.
In den Gemeinden fehlte bislang ein niedrigschwelliges, offenes Angebot für Kinder und Jugendliche. Bei Themen, die die Kinder und Jugendlichen betreffen, wie zum Beispiel die Erstellung der Ortskernentwicklungskonzepte, erfolgt die Beteilung oftmals ,,auf Zuruf‘‘. Die Kinder und Jugendlichen werden schriftlich oder per Plakaten zur Mitarbeit aufgerufen. Die OKJA soll daher einen verlässlichen Raum schaffen, der Begegnung, Beteiligung und persönliche Entwicklung ermöglicht. Jugendliche sollen aktiv in die Gestaltung eingebunden und zur Mitwirkung an der Entwicklung ihrer Gemeinden ermutigt werden. Itzstedt und Nahe bilden einen gemeinsamen ländlichen Zentralort mit circa 5.200 Einwohnerinnen und Einwohnern. Der Anteil an jungen Menschen unter 21 Jahren liegt bei circa 19,2 Prozent.
Die Offene Kinder- und Jugendarbeit wird von beiden Gemeinden betrieben. Da es nach dem Leader-Programm nur einen Projektträger geben darf und in der Gemeinde Nahe neben der Schule auch viele Sportanlagen vorhanden sind, hat die Gemeinde Nahe die Projektträgerschaft übernommen. Beide Gemeinden werden die Räumlichkeiten für den Aufbau des Projektes zur Verfügung stellen.
Vor kurzem fand unter reger Beteiligung der Schule, der Feuerwehr, der örtlichen Vereine und interessieren Personen ein erstes Kennenlernen statt. Dabei ist herausgestellt worden, dass es schon eine Menge von Angeboten im organisierten Bereich gibt. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit soll aber auch die bisher nicht organisierten Kinder und Jugendlichen erreichen. Auf dem Treffen wurden auch bereits die ersten Kontakte ausgetauscht.
In der Anfangsphase wird der Fokus von Janina Krüger darauf liegen, Bedarfe zu ermitteln, Netzwerke auszubauen und Jugendliche direkt vor Ort anzusprechen. em