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von Gerald Henseler

Nach fast vier Jahrzehnten endet eine Ära an der Grundschule Goldenbek

Zwei Frauen lächeln im Freien, Bäume und Gebäude im Hintergrund.

Goldenbek. Mit einer bewegenden Feier in der Sporthalle hat die Grundschule Goldenbek ihre Schulleiterin Ute Ahlborn und Lehrerin Kirsten Klodt-Petersen in den Ruhestand verabschiedet. Kinder, Kollegium, Eltern sowie Vertreter des Schulverbandes und der Schulaufsicht würdigten die langjährige Arbeit der beiden Pädagoginnen.
Im Mittelpunkt der Feier stand Schulleiterin Ute Ahlborn, die nach 38 Jahren im Schuldienst ihre aktive Laufbahn beendet. Die Kinder eröffneten das Programm mit Liedern und kleinen Beiträgen. Anschließend erinnerten Wegbegleiter an ihren beruflichen Werdegang und ihren Einsatz für die Schule.
Für das Kollegium blickte Charlotte Klusmann auf Ute Ahlborns Zeit an der Grundschule Goldenbek zurück. Nach Referendariat und erster Lehrerstelle sei die Schule ihre zweite berufliche Station geworden. Zunächst als Lehrerin, später als kommissarische Leiterin und schließlich als Schulleiterin habe sie Verantwortung übernommen – nicht aus Karrieregründen, sondern weil ihr die Schule und die Kinder am Herzen lagen.
In ihrer Amtszeit habe sie zahlreiche Veränderungen begleitet – von neuen Unterrichtskonzepten über Schulreformen bis hin zu den Herausforderungen der Corona-Pandemie. Auch wenn kurzfristig Vertretungen nötig gewesen seien, habe sie selbstverständlich selbst Klassen übernommen. Besonders hob Klusmann Ahlborns pragmatische Art hervor. Sie habe stets hinter ihrem Kollegium gestanden und Probleme ruhig und lösungsorientiert angegangen.
Schulrätin Claudia Telli würdigte Ahlborn als verlässliche Führungskraft, die Verantwortung übernommen und auch in schwierigen Situationen den Blick auf das Wesentliche gerichtet habe. Eine Schule zu leiten bedeute, Entscheidungen zu treffen und Menschen mitzunehmen. Genau das habe Ute Ahlborn über viele Jahre ausgezeichnet. Im Namen des Landes Schleswig-Holstein überreichte Telli die Ruhestandsurkunde und dankte für die geleisteten treuen Dienste.
In ihrer Abschiedsrede blickte Ute Ahlborn mit viel Humor auf ihren Berufsweg zurück. Eigentlich habe ihre Mutter sie zum Lehramtsstudium überredet. Schon früh habe sie festgestellt, dass die Arbeit mit Kindern genau das Richtige für sie sei. Besonders gerne erinnerte sie sich an den Unterricht in der Grundschule und an die vielen Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern. „Kein Tag war wie der andere“, sagte sie. Die Kinder hätten sie immer wieder zum Lachen gebracht – etwa mit der Frage, ob die Zahl drei eigentlich einen Nachnamen habe. Ute Ahlborn will nun nach Ahrensburg ziehen, um in der Nähe einer ihrer drei Töchter und ihrer Enkel zu sein.
Dank richtete sie an das Kollegium, die Eltern und alle, die die Schule in den vergangenen Jahren unterstützt hätten. Gemeinsam habe man einen Ort geschaffen, an dem Kinder lernen und sich entwickeln konnten. Besonders bedankte sie sich bei den Kolleginnen und Kollegen, die die Abschiedsfeier vorbereitet hatten.
Neben Ute Ahlborn wurde auch Lehrerin Kirsten Klodt-Petersen verabschiedet. Ahlborn würdigte ihre langjährige Kollegin als engagierte Pädagogin mit großer Geduld, hoher fachlicher Kompetenz und einem offenen Ohr für Kinder und Kollegen. Besonders ihre Erfahrung im Deutschunterricht und ihr Gespür für Schülerinnen und Schüler mit besonderem Förderbedarf hätten das Kollegium bereichert. Viele gemeinsame Klassenfahrten und unzählige Unterrichtstage hätten ihre Zusammenarbeit geprägt. ohe