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von Katja Lassen

Musikalischer Rathaus-Empfang des Karl-May-Ensembles 2026

Gruppe vor Karl-May-Spiele-Banner "Im Tal des Todes".

Bad SegebergDie Verbundenheit der Stadt Bad Segeberg mit den Karl-May-Spielen sei wertvoll. So formulierte es Bad Segebergs Bürgermeister Toni Köppen beim jährlich stattfindenden Rathaus-Empfang des Karl-May-Ensembles für das am Sonnabend, 27. Juni, startende Stück „Im Tal des Todes“.
Um genau diesen Teil seines Jobs würden ihn viele Bürgermeister-Kollegen beneiden, ließ er wissen. In Anspielung auf das kürzlich gespielte Kabarett-Programm der Schwarzbunten betonte er, nicht nur wegen der Bratwurst am Kalkberg zu sein. Auch als Aufsichtsratsvorsitzender freue er sich, Teil der Karl-May Familie sein zu dürfen und seinen Beitrag zu leisten. Dort herrsche Dank der Geschäftsführerin Ute Thienel und ihrem Team seit Jahren eine tolle Atmosphäre und auch wirtschaftlich ein toller Erfolg. Den Schauspielern wünschte er eine schöne Zeit in Bad Segeberg. Nur einen Tag vor Probenbeginn im Freilichttheater trugen sich die Darsteller der 73. Spielsaison in das Goldene Buch der Stadt ein und stellten sich den Fragen der Pressevertreter.
Regisseur Nicolas König könne es nach eigener Aussage kaum abwarten, mit dem wunderbaren Ensemble zu starten. Beim diesjährigen ESC sei ihm die Idee gekommen, die Vorstellung der Darsteller diesmal musikalisch zu gestalten. Ähnlich, wie beim Spiel Hitster, stellte er die Schauspieler und ihre jeweilige Rolle vor, indem er den Nummer-1-Hit der Charts aus ihren jeweiligen Geburtsjahren abspielte. Die musikalische Bandbreite war groß. Während er selbst bei Heidschi Bumbeidschi von Heintje (1968) zu verorten ist, und damit für einige Lacher sorgte, war Florian Fitz, der den Bösewicht Roulin spielt, mit If you‘re going to San Francisco von Scott Mc Kenzie (1967) sehr zufrieden. Das kommentierte er mit den Worten: „Das ist der Wilde Westen. Ich bin angekommen.“ Isabell Varell, die als Señorita Miranda ihr Debüt am Kalkberg gibt, verriet, bereits fleißig Reitunterricht zu nehmen und im Stück auch zu singen, während Alexis Kara, der als Don Fernando de Venango e Colonna de Molynares de Gajalpa y Rostredo, den wohl längsten Rollennamen besitzt, demonstrierte, wie locker ihm dieser bereits von den Lippen geht.
Freudig gespannt sind sowohl die Newcomer der Bad Segeberger Freilichtbühne, als auch die Wiederholungstäter. Alexander Klaws, der auch in diesem Jahr den Winnetou gibt, betonte: „Routine kehrt nie ein, jede Inszenierung ist einzigartig und muss entsprechend vorbereitet werden.“ Auf geht’s also in die neue Spielsaison oder wie man am Kalkberg sagt: „ Yee-haw!“   kf