Museum Segeberger Sammlerverein im Zeichen der Karl-May-Spiele

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von Gerald Henseler

Museum Segeberger Sammlerverein im Zeichen der Karl-May-Spiele

Das Plakat der Karl-May-Spiele aus dem Jahr 1973 ist das Ausstellungsstück des Monats im Museum des Segeberger Sammlervereins.Foto: Archiv Baurycza

Bad Segeberg (em). Das Ausstellungsstück des Monats im Museum des Segeberger Sammlervereins in Bad Segeberg (Wickelstraße 7) ist das Plakat der Karl-May-Spiele aus dem Jahr 1973 sowie die drei dazugehörigen Druckplatten aus Linol. Vor 50 Jahren wurde das Stück Unter Geiern im Kalkberg-Stadion aufgeführt.

Gerhard Güntzel (1904-1996) war lange Jahre künstlerisch für die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg tätig, für die er zum Beispiel Plakate und Kostüme entwarf. Er war tätig als Kunsterzieher an der Bad Segeberger Dahlmannschule sowie an der Volkshochschule bis 1969. Seine für Plakate bevorzugte Technik war der Linolschnitt, wobei er die Kontraste ausdrucksstark herausarbeiten konnte. 16 Jahre lang prägte der studierte Künstler mit Dozentenfunktion in vielen musischen Bereichen besonders der graphischen Fächer sowie der Typografie und Fotografie die Kunstszene in Bad Segeberg. Gern fertigte er Selbstportraits mit seiner eigenen Kamera im Bild an. Das war für viele berühmte Fotografen ein Muss, wie Helmut Newton, UMBO, den Schweden Per Hasselrot und auch den Lübeck-Segeberger Fotografen Jürgen Braune.

Die Plakate wurden bei Wäser/Segeberger Zeitung gedruckt, wo er die unterschiedlich geschnittenen Linolplatten (meist reichten drei verschiedene Platten) ablieferte und dem dortigen Drucker überließ.

Das Ausstellungsstück besteht aus drei unterschiedlichen, aber zusammengehörigen Linolplatten und erhielt damals die Nummer 290, was hausintern die Handhabung erleichterte. Denn nicht immer erschließt sich dem Betrachter das Motiv auf Anhieb, war es doch seitenverkehrt und für die verschiedenen Druckfarben „zerlegt“. Die Platten zeigten nur die Bildmotive für die verschiedenen Plakate, nicht jedoch die nötigen Text- und Datenangaben; diese wurden von der Firma Wäser in einer anderen Technik abschließend hinzugefügt. Der bei Wäser tätige Ingo Niehuus rettete diese Platten vor der Entsorgung und übergab sie – er war zu Lebzeiten Mitglied des Sammlervereins – diesem sozusagen als Morgengabe.

Das Museum hat mittwochs und sonntags von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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