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Museum Segeberger Bürgerhaus Ausstellung über Hilgers kommt an

von Dirk Marquardt

Heinz Ingo Hilgers verkörperte in den 1960er Jahren Winnetou bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg.Foto: Kalkberg-Archiv

Bad Segeberg (em). Im Museum Segeberger Bürgerhaus (Lübecker Straße 15) läuft bis Sonntag, 11. September, eine Sonderausstellung zum Thema Karl-May-Spiele unter dem Titel „Heinz Ingo Hilgers – ein Segeberger Winnetou“.

Heinz Ingo Hilgers war ein Schauspieler mit einer außergewöhnlichen Ausstrahlung. Ab 1960 am Kalkberg spielte er 1961 den Winnetou derartig ausdrucksvoll, dass selbst die Filmgesellschaft auf ihn aufmerksam wurde und ihn zum Vorsprechen einlud. Die Segeberger Verantwortlichen fürchteten um ihren Winnetou und unterschlugen den an Hilgers gerichteten Brief. Als er davon erfuhr, war es zu spät. Man hatte sich für einen französischen Schauspieler (Pierre Brice) entschieden.

Bis 1970 war Hilgers am Kalkberg in Aktion. Neben seinen Auftritten in Bad Segeberg reiste er als Winnetou durch ganz Deutschland und gab Autogrammstunden im Winnetou-Kostüm und machte Werbung für Bad Segeberg. Sein Originalkostüm ist im Museum ausgestellt. Hilgers, der neben den Segeberger Auftritten ein erfolgreicher Schauspieler war, wohnte einige Jahre in Wahlstedt. Er starb 2004 in Rendsburg.

In der Ausstellung sind Bilder und Berichte seines Wirkens zu sehen. Ein kurzer Film zeigt ihn in Aktion am Kalkberg und von einer Schallplatte ist seine markante Stimme aus dem Kalkbergstation zu hören. Neben Hilgers wird in der Ausstellung auch auf die Kinderaufführungen der Jahre 1978 bis 1980 aufmerksam gemacht. Die Ausstellung ist jeweils von Donnerstag bis Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist im Museum frei. „Seit Eröffnung der Karl-May-Ausstellung im Juli haben bereits über 700 Besucher die Sonderausstellung angesehen“, freut sich Hans-Werner Baurycza über die große Resonanz.

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