Mit Stunts, Pferden und Pyrotechnik: Karl May startet durch
er fünf Wochen haben die Schauspieler und Komparsen geprobt. Bei der Generalprobe am heutigen Abend, Freitag, 26. Juni, zeigen sie das Ergebnis erstmals öffentlich. Morgen feiern die Karl-May-Spiele dann ab 20.30 Uhr die Premiere der Inszenierung von „Im Tal des Todes“. Mit dieser Produktion starten die Karl-May-Spiele Bad Segeberg in ihre 73. Saison. Das Stück wird erst zum vierten Mal in der Geschichte der Karl-May-Spiele aufgeführt.
Bereits vorab gewährte das Ensemble Medienvertretern einen Einblick in die neue Inszenierung. Die legendären Blutsbrüder Winnetou und Old Shatterhand begeben sich in diesem Sommer auf ein packendes Abenteuer in Mexiko. Im Mittelpunkt steht ein geheimnisvolles Quecksilberbergwerk, das die Zuschauer in seinen Bann ziehen soll. Mehr als 100 Journalisten kamen an den Kalkberg, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen.
Vor der Kulisse des aufwendig gestalteten Bühnenbilds präsentierte das Ensemble unter der Regie von Nicolas König ausgewählte Szenen – darunter eine spektakuläre Explosion im Quecksilberbergwerk, den Einsturz eines Gebäudes sowie eine brennende Hängebrücke.
Das Stück entwickelt von Beginn an ein hohes Tempo. Nach einem Postkutschenüberfall bleibt Zeit für eine humorvolle Szene mit Heinrich Schafmeister als Sir John Raffley. Anschließend werden Winnetou und Old Shatterhand bereits in den nächsten Kampf verwickelt. In einer mexikanischen Stadt singt und tanzt Isabell Varell als Saloonchefin Miranda bei einem bunten Fest.
Alexander Klaws übernimmt zum sechsten Mal die Rolle des Winnetou. An seiner Seite spielen Bastian Semm als Old Shatterhand, Florian Fitz als Geschäftemacher Roulin, Isabell Varell als Señorita Miranda und Heinrich Schafmeister als Sir John Raffley. Zum Ensemble gehören außerdem Joshy Peters als Häuptling Eiserner Pfeil, Sascha Hödel als Desperado Juanito Alfarez, Dirk Simpson als Sam Hawkens, Alexis Kara als Anwalt Don Fernando, Inés Cihal als Paloma Nakana und Fabian Monasterios als Martin von Adlerhorst.
Das Buch stammt von Michael Stamp. Die Produktions- und Spielleitung liegt in den bewährten Händen von Stefan Tietgen.
Regisseur Nicolas König inszeniert die Aufführung mit mehr als 80 Mitwirkenden, 25 Pferden sowie zahlreichen spektakulären Stunts und Spezialeffekten.
Geschäftsführerin Ute Thienel beziffert die Kosten der neuen Produktion auf rund sieben Millionen Euro. Zusätzlich investierte die Karl-May-Spielbetriebsgesellschaft mehr als 1,2 Millionen Euro in die Modernisierung des Freilichttheaters. Dazu zählen unter anderem neue Geländer, eine größere Toilettenanlage, moderne Tontechnik und energieeffiziente LED-Beleuchtung.
Das neue Bühnenbild zeigt unter anderem die mexikanische Stadt San Miguel, ein Apachendorf sowie das düstere Bergwerk im Tal des Todes. Nicolas König bezieht zudem neue Bereiche am Rand des Theaters in das Spielgeschehen ein, sodass sich das Publikum mitten im Geschehen wiederfindet.
Zu den Höhepunkten der Inszenierung zählen spektakuläre Stunts, ein einstürzendes Gebäude, brennende Kulissen und aufwendige Pyrotechnik. Mit dem bisherigen Vorverkauf zeigt sich die Geschäftsführung sehr zufrieden. Tickets gibt es online unter www.karl-may-spiele.de. ohe