Ministerin Dr. Dorit Stenke überreichte Förderbescheid für Wollspinnerei Blunck 940.000 Euro Fördermittel für den Weg zum Museum

Bad Segeberg (kf). Im Rahmen ihrer Sommertour machte Dr. Dorit Stenke Station bei der ehemaligen Wollspinnerei Blunck in Bad Segeberg. Im Gepäck hatte die Ministerin für Bildung, Forschung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein den vom Förderverein der Wollspinnerei Blunck langersehnten Förderbescheid von 940.000 Euro. Der setzt sich aus Mitteln des Bundes aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm X (600.000 Euro) und aus Landesmitteln des Landesamts für Denkmalpflege Schleswig-Holstein (340.000 Euro) zusammen.
Der Förderverein ist seit 2008 aktiv und seit 2019 Besitzer des Betriebsgeländes, das mit seinen Räumlichkeiten und Produktionsanlagen als industriekulturelles Denkmal bewahrt und der Öffentlichkeit als Museum zugänglich gemacht werden soll. Zusammen mit weiteren Geldern aus Eigenmitteln und Förderungen von der Zeit-Stiftung, der Hermann-Reemtsma-Stiftung, der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein stehen insgesamt 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Diese werden dringend benötigt, denn im Herbst beginnen die Sanierungsmaßnahmen und der Umbau des gesamten Betriebes. Allein 400.000 Euro werden in die Maschineninstandsetzung fließen. Außerdem sollen Besuchergruppen von 10 bis 15 Personen einen besseren Zugang bei Führungen erhalten.
Bei der Übergabe des Förderbescheids an den Vorsitzenden des Fördervereins Stephan Reuß und dessen Stellvertreterin Anne-Katrin John (geborene Blunk) lobte die Ministerin den Mut und die langwierige ehrenamtliche Arbeit des Vereins. „Die Wollspinnerei verbindet Vergangenheit und Zukunft. Mit dieser Förderung sichern wir ein wichtiges Denkmal und ermöglichen kulturelle Bildung vor Ort, was auch für die Stadtentwicklung von Bedeutung ist“, so die Ministerin.
In Zeiten, in denen Kleidung via Internet aus Fernost komme und Produkte im 3D-Drucker entstünden, sei es wichtig, zu demonstrieren, wie viel Aufwand in der eigentlichen Herstellung der Materialien stecke, so der Vorstandsvorsitzende der Hermann-Reemtsma-Stiftung, Bernhard Reemtsma. Er machte deutlich: „Jetzt beginnt für Sie die eigentliche Arbeit, während ihre zukünftigen Wolllieferanten entspannt auf den Deichen grasen.“