Lämmerglück im Dreierpack
Kükels. Eigentlich hatte Bernd Kröger aus Kükels schon eine Woche zuvor damit gerechnet, dass sein Mutterschaf lammt. Der Bauch war so dick, dass sie kaum noch laufen konnte und das Euter stand prall voll Milch.
„Darum hatte ich sie zwei bis drei Tage morgens nicht mit auf die Weide gelassen“, sagt Bernd Kröger. Doch es tat sich nichts. Am Karfreitag um 7.30 Uhr ließ er die anderen Schafe raus, da war auch noch nichts passiert. Als er um 10 Uhr erneut nach dem Mutterschaft sah, waren schon zwei Lämmer geboren. „Dann drehte sich die Mutter und ich entdeckte das dritte Lamm im Stroh“, erzählt er vor Freude.
Sein Schaf hat insgesamt zum dritten Mal gelammt. Die ersten beiden Male waren es Zwillinge, diesmal dann Drillinge, das ist schon seltener. Zum Glück säugt die Mutter alle drei. Das ist in den ersten Tagen besonders wichtig, damit sie die vitaminreiche Biestmilch erhalten. Die Biestmilch (Kolostrum) ist für Lämmer absolut lebenswichtig – sie ist quasi ihr „Starterpaket“ fürs Überleben. „Erst jetzt am vierten Tag füttere ich das Schwächste der drei ein wenig zu. Auch das klappt zum Glück problemlos“, erzählt Bernd Kröger. Die Lämmer, zwei Schafböcke und ein Schaf, machen es nicht schwer, sich sofort in sie zu verlieben. Zu niedlich sind die flauschigen Wollpuschel mit Knopfaugen, die ab sofort mit über die Wiese hüpfen.
Bei Familie Kröger sind die Schafe auf dem großen Hof als natürlicher Rasenmäher für die Wiese rund um die Halle im Einsatz. Bei zwei weiteren Mutterschafen wird in Kürze ebenfalls noch Nachwuchs erwartet. Mit so viel Lämmerglück lässt der Frühling von Herzen grüßen. kf