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von Gerald Henseler

Jochen Hamann zeigt Jugendkultur der 1970er-Jahre

Zwei Männer halten ein altes Schwarz-Weiß-Foto.

Bad SegebergJochen Hamann ist mit dem Zug aus Hamburg angereist, um in der Remise Fotos für die Ausstellung „Fools“ aufzuhängen. In Bad Segeberg ist er aufgewachsen; hier verbrachte er Ende der 1960er- und in den 1970er-Jahren seine Jugend. Einige Freunde aus dieser Zeit sind gekommen, um ihn zu unterstützen. Schnell kommen sie ins Gespräch und erinnern sich an vergangene Tage.
Mit einem engen Kreis seiner damaligen Freunde ist Jochen Hamann bis heute in Kontakt geblieben. Sie stellten ihm rund 7.000 Fotografien, Dias, Briefe und Tagebücher zur Verfügung. Für sein Künstlerbuch „Fools“ wählte Hamann daraus 568 Motive aus. Für die Ausstellung im Kulturhaus Remise (Hamburger Straße 25) traf er erneut eine Auswahl.
Zu sehen sind dort 70 Fotografien – von Donnerstag, 28. Mai, bis Sonnabend, 13. Juni, jeweils freitags und sonnabends von 16 bis 19 Uhr. Schulen können zusätzlich Sondertermine am Vormittag vereinbaren. Anfragen nimmt Hamann per E-Mail an info@fools.digital entgegen. Als Zeitzeuge begleitet er die Ausstellung gern persönlich und kommt mit Schülerinnen und Schülern ins Gespräch. Der Eintritt ist frei.
Die Aufnahmen und Dokumente entstanden ursprünglich ohne die Absicht einer späteren Veröffentlichung. Die Ausstellung folgt keiner klassischen Chronologie. Stattdessen entsteht ein vielschichtiges Mosaik aus Erinnerungen, Stimmungen und Momentaufnahmen. „Keine Dokumentation, sondern ein Blick aus Sicht von Betroffenen“, beschreibt Hamann das Projekt.
Eine Begleitveranstaltung findet am Donnerstag, 4. Juni, um 18 Uhr in der Kalkberg Oase statt. Unter dem Titel „Disco 1970“ legt DJ Tobi Musik aus dieser Zeit auf und verbindet die Ausstellung mit einem musikalischen Rückblick. „Er bekommt von uns eine Playlist“, sagt Jochen Hamann schmunzelnd.
Für Falco Kober, den Leiter des Kulturhauses, ist die Ausstellung „Fools“ nicht nur ein Stück Bad Segeberger Stadtgeschichte, sondern auch eine Einladung zum generationsübergreifenden Austausch über Jugend, Erinnerung und unterschiedliche Perspektiven.  ohe