Jägerschaft kann Proben rund um die Uhr abgeben

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von Dirk Marquardt

Jägerschaft kann Proben rund um die Uhr abgeben

Der Leitende Kreisveterinär Markus Overhoff richtet den neuen Kühlschrank am Standort Rosenstraße 28 a in Bad Segeberg für die Jägerinnen und Jäger her. Foto: Kreis Segeberg/Müller

Bad Segeberg (em). Ab sofort haben Jägerinnen und Jäger an zwei Standorten im Kreisgebiet die Möglichkeit, Trichinenproben und Schweißproben (Blutproben) vom Schwarzwild rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche zur Untersuchung abzugeben. Neu hinzugekommen ist jetzt ein Outdoor-Kühlschrank am Kreisverwaltungsstandort Rosenstraße 28 a in Bad Segeberg.

„Gejagt wird vorzugsweise in der Dämmerung, in der Freizeit, am Wochenende“, sagt der Leitende Kreisveterinär Markus Overhoff. Wer als Jäger ein Stück Schwarzwild erlegt, müsse eine Probe zur amtlichen Untersuchung auf Trichinen bei der zuständigen Behörde abgeben. „Die Behörde hat aber in den Nacthstunden und am Wochenende nicht geöffnet. Daher hatte der Vorsitzende der Kreisjägerschaft, Oliver Jürgens, den Wunsch für eine Abgabemöglichkeit von Proben rund um die Uhr im vergangenen Jahr an Landrat Jan Peter Schröder herangetragen“, so Overhoff weiter, der darauf verweist, dass diese Möglichkeit in zwei benachbarten Kreisen seit längerer Zeit bestehe.

Nachdem im vergangenen Jahr bereits zwei Outdoor-Kühlschränke beschafft worden waren, ist einer davon Anfang November am Standort Wolfsberg in Hasenmoor, am Schießstand der Kreisjägerschaft, in Betrieb genommen worden. Nicht nur Trichinenproben und die dazugehörigen Dokumente können darin rund um die Uhr hinterlegt werden, sondern auch Schweißproben vom Schwarzwild, die für die Überwachung des Wildbestands im Hinblick auf anzeigepflichtige Tierseuchen wie der Afrikanischen und der Europäischen Schweinepest im Landeslabor untersucht werden. Hinweise zur Abgabe finden die Jäger jeweils vor Ort. Overhoff bittet um die notwendige Sorgfalt im Umgang mit den Proben, um allen Waidgenossen diese Möglichkeit lange zu erhalten.

Die Proben werden zweimal pro Woche, jeweils montags und donnerstags ab 12 Uhr aus den beiden Kühlschränken, abgeholt und zur Untersuchung transportiert. Für Feiertage, die auf diese Wochentage fallen, wird es jeweils einen Aushang zu abweichenden Abholungszeiten geben.


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