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von Gerald Henseler

Inklusiver Medienguide macht Otto Flath neu erlebbar

Frau betrachtet Holzskulptur in einer Galerie.
Ministerin Dr. Dorit Stenke befühlte Flath-Skultpuren.Fotos: ohe

Bad Segeberg (ohe). Flaths Skulpturen lassen sich seit fünf Jahren ertasten. Nun macht ein inklusiver Medienguide die Werke des Bad Segeberger Bildhauers noch besser erlebbar.

Colin Kavanagh von der Kieler Firma HoloNative demonstrierte die Technik: Per QR-Code auf einer Skulpturentafel gelangt man zu Informationen in unterschiedlicher Form – in Einfacher Sprache, als Drucktext für Hörgeschädigte oder als Audiodatei für Sehgeschädigte. An 13 Stationen erfahren Besucherinnen und Besucher so mehr über Leben und Schaffen Otto Flaths.

Finanziert wurde das Projekt mit 10.000 Euro vom Ministerium für Allgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur.

Zur Eröffnung kam Kultusministerin Dr. Dorit Stenke in die Kunsthalle. Dagmar Linden von der Museumsberatung Schleswig-Holstein führte sie durch die Ausstellung. Flath lebte ab 1936 mit dem Ehepaar Ellen und Willy Burmester in der Villa neben der heutigen Kunsthalle. „Damals kamen Kunstinteressierte in Bussen, um seine Werke zu sehen“, erinnerte Linden. Heute sei Flaths Kunst zwar aus der Mode, habe aber Bedeutung für eine bestimmte Epoche in Schleswig-Holstein.

Linden betonte zugleich die Signalwirkung des Projekts: Barrierefreie Medienguides sollen künftig auch für kleinere Museen erschwinglich sein.

Seit 2020 ist die Kunsthalle barrierefrei. Alle Texte sind zusätzlich in Brailleschrift nachlesbar – einzigartig in Schleswig-Holstein. Bürgermeister Toni Köppen verwies auf die positive Entwicklung mit Skulpturengarten und Kooperationen mit Schulen.

Der Besuch der Ministerin fiel in die Laufzeit der Sonderausstellung „Kunst verbindet“, die noch bis Donnerstag, 31. Oktober, zu sehen ist.

Weitere Informationen und Öffnungszeiten: otto-flath-stiftung.badsegeberg.de.