Hospizverein Segeberg hat neue ehrenamtliche Begleiterinnen
Bad Segeberg. 100 intensive Kursstunden und ein Praktikum liegen hinter den zwölf Teilnehmerinnen des Vorbereitungskurses zur Sterbebegleitung im Hospizverein Segeberg. Elf von ihnen sind nun ehrenamtlich aktiv und begleiten unheilbar erkrankte Erwachsene an deren Lebensende. Eine Teilnehmerin wird sich nach ihrem Umzug in der neuen Heimat engagieren.
Die Begleitungen finden bei den Menschen vor Ort statt. Die Ehrenamtlichen kommen nach Hause, aber auch in Pflegeeinrichtungen, ins Krankenhaus oder in Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Wie genau die geschenkte Zeit gestaltet wird, entscheiden die erkrankten Menschen selbst. Viele von ihnen freuen sich über Gespräche. Für einige ist ein stilles Da-sein und ein gemeinsames Aushalten der schweren Situation wichtig. Wieder andere möchten „das Leben“ mitgebracht bekommen und hören lieber selber zu. Eine Begleitung kann ab dem Zeitpunkt beginnen, wo klar ist, dass eine weit fortgeschrittene Erkrankung nicht mehr heilbar ist. So kann sie über viele Monate gehen. Manchmal ist auch nur ein Termin noch möglich. Um eine vertraute Beziehung aufzubauen, kommt immer die gleiche ehrenamtliche Person.
Auch Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn werden vom Hospizverein in dieser schweren Zeit begleitet. „Oft gehen pflegende Angehörige in dieser Zeit weit über ihre Grenzen. Da tut es gut, einer neutralen Person mit Schweigepflicht von all der Belastung und den Sorgen zu erzählen“, weiß Koordinatorin Elke Hoffmann. Sie hat gemeinsam mit ihren Kolleginnen Johanna Kuhlmann und Ines Vogelmann den Kurs geleitet. Alle drei schätzen die Offenheit, Warmherzigkeit und Begeisterungsfähigkeit der Teilnehmerinnen. „Wenn wir uns mit den Inhalten der Sterbebegleitung auseinandersetzen, betrifft das auch immer uns persönlich. Es ist so wichtig, dass wir unsere eigenen Themen gut im Blick haben um eine stabile, zugewandte Begleitung sein zu können“, so Ines Vogelmann. Und Johanna Kuhlmann ergänzt: „Wir sind beeindruckt davon, wie sehr der Kurs sich darauf eingelassen hat“. Inhaltlich ging es um Kommunikation, Familiensysteme, herausfordernde Gefühle, Krankheitsbilder, Sterbeprozesse, Spiritualität, Selbstfürsorge, Nähe und Distanz. Wer sich für so einen Vorbereitungskurs ab Herbst 2028 interessiert, kann sich schon jetzt unverbindlich melden unter info@hospizverein-segeberg.de. em