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von Katja Lassen

Gelungener Auftakt am Kalkberg: „Im Tal des Todes“ begeisterte

Bühnenaufführung mit Publikum im Freien bei Nacht.

Bad Segeberg  Mit mehr als 7.500 Zuschauern ist die 73. Spielzeit der Karl-May-Spiele in Bad Segeberg erfolgreich gestartet. Die extrem hochsommerlichen Temperaturen sorgten dabei fast für echtes Mexiko-Flair, denn genau dort, im Norden des Landes, spielt „Im Tal des Todes“.
Traditionell eröffnete Ministerpräsident Daniel Günther die neue Spielzeit, zusammen mit Geschäftsführerin Ute Thienel und Bürgermeister Toni Köppen. Im Zuge des Baubeginns der A20 habe man das Kriegsbeil begraben und freue sich über die gute Zusammenarbeit. So konnte Günther auch beruhigt das Gewehr des Eröffnungsschusses in die Obhut von Köppen geben, ohne sich fürchten zu müssen, scherzte der Ministerpräsident in seiner Ansprache, in der er gleichzeitig versprach, die Ampelmännchen für Bad Segeberg zu genehmigen.
Mit so viel guten Nachrichten startete dann die Inszenierung. Im Mittelpunkt des neuen Abenteuers steht der skrupellose Geschäftemacher Roulin (Florian Fitz), der mit seiner Komplizin Miranda (Isabel Varell) Menschen in ein geheimes Quecksilberbergwerk verschleppt. Als auch die Schamanin Paloma Nakana (Inés Cihal) in die Hände der Verbrecher gerät, nehmen Winnetou (Alexander Klaws), Old Shatterhand (Bastian Semm) und ihre Gefährten den Kampf gegen das Verbrecherduo auf. Dabei sorgen spektakuläre Stunts, packende Kämpfe, humorvolle Szenen und beeindruckende Spezialeffekte für kurzweilige 100 Minuten, die allen Mitwirkenden des Stücks unter Regie von Nicolas König einiges abverlangte. Egal, ob alte Hasen oder Newcomer am Kalkberg, alle meisterten ihren Auftritt mit entsprechender Professionalität. Dafür gab es donnernden Applaus und Standing Ovations vom Publikum, unter das sich auch der im Vorjahr nach 46 Jahren ausgeschiedene Schauspieler Harald P. Wieczorek und der Rekord-Winnetou und Ehrenhäuptling der Karl-May-Spiele Gojko Mitic mischten.
Und so gab es wohl keinen passenderen Titel als den Song „Lucky Day“, den kein anderer als Popstar Sasha zum Abschluss der Premiere im Kalkbergrund performte. Wegen der anhaltenden Trockenheit wurde auf das übliche Abschlussfeuerwerk verzichtet und stattdessen eine eindrucksvolle Illumination gezeigt.   kf