Elke und Heinrich Sorgenfrei feierten Eiserne Hochzeit

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von Gerald Henseler

Elke und Heinrich Sorgenfrei feierten Eiserne Hochzeit

Sie blicken auf 65 Ehejahre zurück: Elke (87) und Heinrich (89) Sorgenfrei haben das Fest der Eisernen Hochzeit im Kreise von Familie und Freunden gefeiert.Foto: mq

Weede (mq). Im Leben von Elke und Heinrich Sorgenfrei war immer eine Menge los. Egal, ob im Beruf oder in der Familie, das Weeder Ehepaar hat viel erlebt – und das seit mittlerweile 65 Jahren. Denn am vergangenen Dienstag feierten sie das Fest der Eisernen Hochzeit.

Geboren in Gnissau zog es den jungen Landwirt Heinrich Sorgenfrei 1952 nach Weede. Dort ging er für ein Jahr bei Bauer Kröger in Stellung, lernte die Dorfjugend und Elke Blunck vom Nachbarhof kennen. Zurück in Gnissau auf dem elterlichen Hof, verbrachte „Heine“ weiterhin viel Freizeit in Weede, feierte beim Dorftanz und kam seiner künftigen Frau immer näher. Bei einem Skatabend sorgte gefährliches Glatteis dafür, dass Heine eine Verabredung mit einer Freundin absagen musste. Diese Chance ließ sich Elke nicht nehmen, ging in die Offensive und im Januar 1958 wurde Verlobung gefeiert.

Am 6. Februar 1959 folgte die Hochzeit, kurze Zeit später wurde Sohn Jürgen geboren. Später folgten Sohn Dirk und Tochter Heinke. Einen Schicksalsschlag erlitt die Familie, als Jürgen kurz vor seinem 19. Geburtstag tödlich ver-unglückte. „Das war ein großer Verlust“, erinnert sich Elke Sorgenfrei an die schwere Zeit.

Heinrich Sorgenfrei hatte 1959 den Hof in Gnissau verpachtet, begab sich auf Jobsuche. Eine Lehre als Elektriker war nicht möglich, eine Ausbildung zum Tankwart brach er ab. Zehn Jahre war Sorgenfrei bei Möbel Kraft beschäftigt, ehe er als Außendienstler einer Schlachterei und dann im Reifenhandel aktiv war. „Da habe ich erkannt: Reifen verkaufen ist mein Lebensberuf“, sagt Heinrich Sorgenfrei. 1975 machte er sich in der Lindhofstraße mit einem Reifendienst selbstständig. Bis 2005 war er im Unternehmen tätig. Sohn Dirk trennte sich später vom Reifenhandel und führt seitdem erfolgreich den Bereich Bauschlosserei weiter.

Unterstützung erhielt Heinrich Sorgenfrei im Unternehmen von seiner Frau Elke, die 14 Jahre in der Ärztekammer und 24 Jahre lang im Landwirtschaftlichen Buchführungsverband als Sekretärin tätig war und nach Feierabend im Büro half.

In ihrer Freizeit haben die Sorgenfreis die Berge lieben gelernt.„Im Winter waren wir Skilaufen in Österreich, im Sommer sind wir in Südtirol gewandert“, sagt Elke Sorgenfrei. Heine Sorgenfrei war zudem wegen seines musikalischen Talents bekannt. Im Ruhestand suchte und fand er über Basses Blatt Musiker, die sich zur Weeder Dörpskapell zusammenfanden. „Wir hatten viele Auftritte“, sagt Heinrich Sorgenfrei, der nach der Auflösung der Kapelle allein mit seinem Schifferklavier bei Familienfeiern oder Straßenfesten auftrat. Das Kapitel ist für ihn nach einer Schulteroperation leider beendet.

Mit Kindern, Schwiegerkindern, vier Enkeln, zwei Urenkeln, Verwandten und Freunden wird der Ehrentag demnächst im Leezener Hotel Teegen gefeiert.


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