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von Gerald Henseler

Eisenbahngeschichte in den Räumen der Sparkasse

Drei Männer vor rot hinterlegten Infotafeln in einem Raum.

Bad Segeberg. Es dampft, dieselt und rattert in der Kundenhalle der Sparkasse Südholstein – zumindest auf den eindrucksvollen Aufnahmen, die dort ab sofort zu sehen sind. Peter Zastrow und Ekkehard Becker nehmen das 150-jährige Jubiläum der Eisenbahn in Bad Segeberg zum Anlass für eine umfangreiche Ausstellung zur lokalen Verkehrsgeschichte.

Von Salzhoffnungen und Schienenwegen: Ursprünglich war alles anders geplant. Als im Dezember 1875 der erste Zug in Segeberg einfuhr, sollte er Salz vom Kalkberg in alle Welt transportieren. Doch das Salzbergwerk war bereits 1880 Geschichte – die Bahn jedoch blieb und entwickelte sich zur Lebensader der Region.

Die Ausstellung „Bahnknoten Bad Segeberg – 150 Jahre Eisenbahngeschichte“ zeichnet auf 18 großformatigen Plakaten Aufstieg, Wandel und Bedeutung der Schiene für die Stadt nach. Dabei richten die Kuratoren den Blick weit über die heutige Strecke hinaus.

Mit drei Bahnlinien und fünf Bahnhöfen entwickelte sich Bad Segeberg einst zu einem bedeutenden Knotenpunkt. Besucher tauchen ein in eine Zeit, in der gleich drei unterschiedliche Bahngesellschaften das Stadtbild prägten:

Die Staatsbahn: Die Strecke Neumünster–Bad Oldesloe bildete das Rückgrat des regionalen Verkehrs. Historische Gleispläne, eindrucksvolle Aufnahmen der Schneekatastrophe von 1979 sowie die Wiedereröffnung der durchgehenden Verbindung im Jahr 2002 dokumentieren eindrucksvoll die wechselvolle Geschichte dieser Linie.

Kiel-Segeberger Kleinbahn: Die von 1911 bis 1961 betriebene Strecke wird mit dem Bahnhof „Segeberg West“ und seltenen Fotografien ihrer Triebfahrzeuge gewürdigt.

Lübeck-Segeberger Kleinbahn: Auch die schlichten, aber charaktervollen Anlagen der Verbindung nach Lübeck (1916–1965) finden ihren Platz in der Präsentation.

Erstmals kommt bei dieser Ausstellung zudem ein großer Bildschirm hinter den Schaltern zum Einsatz. Dort läuft eine chronologisch aufgebaute Fotoschau mit ergänzenden Informationen. Sie erweitert die Schautafeln, auf denen Zastrow und Becker die Eisenbahngeschichte thematisch gegliedert darstellen.

Die Ausstellung versteht sich zugleich als visuelle Ergänzung zum neu erschienenen Buch der beiden Autoren: „Eisenbahnknoten Bad Segeberg – 1875 kam die erste Eisenbahn nach Segeberg“ (Band 7 der Segeberger Blätter). Wer noch tiefer eintauchen möchte, kann in einer begleitenden digitalen Bilderschau bislang teilweise unveröffentlichte Ansichten der Stadt und ihrer Bahnanlagen entdecken.

Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeit der Hauptfiliale der Sparkasse Südholstein, Oldesloer Straße 24, kostenlos bis Freitag,  13. März zu sehen. ohe