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Een Leed för‘n Kring Sebarg: Liedtext steht – Melodie in Arbeit

von Katja Lassen

Die Gewinner des Kreis Segeberg-Liedtext-Wettbewerbs stehen fest. Petra Jessen gewinnt vor Prof. Dr. Peter Zabel (li.) und Eckard Hidde. Ulrich Gröhn (re.) erhält den Sonderpreis. Kirchenmusikdirektor Andreas Maurer-Büntjen (2. v. re.) komponiert jetzt ei

Bad Segeberg (kf). „Dat gröne Hart vun Holsteen“ lautet der Titel des Gewinner-Songtextes, der vom Förderverein Kreis- und Stadtmuseum Segeberg in Form eines Wettbewerbs ermittelt wurde und den Petra Jessen aus Barmstedt eingereicht hatte.

Anlass war, dass sich Kirchenmusikdirektor Andreas Maurer-Büntjen für seine Auszeichnung mit dem Kulturpreis des Kreises Segeberg im Bereich Musik mit der Komposition eines Liedes für den Kreis Segeberg (Een Leed för‘n Krink Sebarg) bedanken wollte. Dies sollte traditionell für die Region in niederdeutscher Sprache sein. Texte wurden über das Wettbewerbsverfahren gesucht.

Prof. Asmus J. Hintz , Vorsitzende des Fördervereins Kreis- und Stadtmuseum Segeberg lieferte die Idee, übernahm die Organisation, gewann mit der Sparkasse Segeberg einen Sponsor für die Preisgelder im Wert von 500 Euro, holte das Zentrum für Niederdeutsch in Holstein für Übersetzungen mit ins Boot und ließ seine Kontakte für das Zusammenstellen einer fachkundigen Jury spielen.

Insgesamt reichten acht Frauen und vier Männer im Alter von 56 bis 96 Jahren bis zum Einsendeschluss am 4. April zwölf Beiträge ein, von denen sechs auf plattdeutsch und sechs auf hochdeutsch formuliert waren. Thorsten Börnsen, Leiter des Zentrums für Niederdeutsche Sprache in Holstein und Jurymitglied sowie sein Kollege Nikos Saul übersetzten einige Texte ins niederdeutsche.

Liedtext soll den Kreis
Segeberg beschreiben

Aufgabe war es, ein Lied zu schaffen, mit dem sich die Einwohner des Kreises Segeberg identifizieren können und das über die Grenzen Schleswig-Holsteins hinaus Menschen motivieren soll, den Kreis Segeberg näher kennenlernen zu wollen.

Der Liedtext sollte den Kreis Segeberg in seiner Vielfalt landschaftlich, kulturell, historisch und wirtschaftlich beschreiben und quasi als Hymne für den Kreis Segeberg singbar sein.

Die Jury überzeugte die Einsendung von Petra Jessen aus Barmstedt im Kreis Pinneberg. Die 58-Jährige sicherte sich den ersten Platz und damit 250 Euro. Sie spielt plattdeutsches Theater, schreibt Bücher und Texte auch für den NDR-Schreibwettbewerb Vertell doch mal und war Mitglied der nicht mehr bestehenden Band Likedeler. In ihrem Refrain beschreibt sie den Kreis Segeberg wie folgt:

Sebarg, du wunnerscheune Kring.

Du büst dat gröne Hart vun Holsteen.

Ich weet, vun wat ick sing.

Dat is een Glück, hier to leven,

För mi kann‘t nix Beters geven.

 


Ihr kompletter Liedtext wird jetzt von Andreas Maurer-Büntjen vertont und am Sonnabend, 14 Mai, um 19 Uhr in der Marienkirche Bad Segeberg uraufgeführt. „Ich stelle mir eine Mischung aus Volkslied und Schlager vor“, ließ die Gewinnerin wissen. „Die Melodie muss zündend sein und uns alle begeistern“, erhöhte Prof. Asmus J. Hintz den Druck auf den Kreismusikdirektor. Dieser versprach, dass auch der Bachchor das Lied am Sonnabend, 21. Mai, um 11 Uhr bei der „Musik zur Marktzeit“ singen wird.

Platz zwei belegte Prof. Dr. Peter Zabel aus Bad Segeberg mit seiner Hymne op den Kring Sebarg (Gewinn: 150 Euro) vor Eckard Hidde aus Nahe mit Kreis Sebarg in‘t Holsteen-Land (100 Euro). Ulrich Gröhn aus Wentorf lies die Fledermäuse am Kalkberg singen und bekam für seinen Song den Sonderpreis des Zentrums für Niederdeutsch in Holstein in Form eines Gutscheins für Musikalien im Wert von 100 Euro.

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