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von Gerald Henseler

CSD setzt Zeichen für Vielfalt in Bad Segeberg

Person hält CSD-Plakat auf einem Stadtplatz.

Bad Segeberg Es wird bunt in Bad Segeberg. Wenn die Wochenmarktbeschicker am Sonnabend, 6. Juni, ihre Stände auf dem Marktplatz abgebaut haben, demonstriert die Initiative Segeberg bleibt bunt für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und anderen queeren Menschen. Es ist einer von 18 Christopher Street Days (CSD) in Schleswig-Holstein, für die Ministerpräsident Daniel Günther die Schirmherrschaft übernommen hat.
Gwen ist Transgender. Sie kleidet sich gern bunt und fällt auf, wenn sie durch die Kleinstadt geht. Angst hat sie nicht, doch Beleidigungen muss sie sich immer wieder anhören. Dass queere Menschen nicht bei allen Segebergern beliebt sind, haben auch die Veranstalter gespürt. „Uns sind fast alle Plakate für den CSD abgebaut und entwendet worden“, berichtet Renate Hoffmann von der Initiative Segeberg bleibt bunt.
Einschüchtern lassen sich die Veranstalter davon nicht. Sie rechnen mit 200 Teilnehmenden. Auf der Bühne auf dem Marktplatz erwartet die Besucher ein buntes Programm mit Musik und Tanz. Höhepunkt ist der Auftritt der Dragqueen Grizley Edelstein. Sie stammt aus Bad Segeberg und bietet eine Show mit Tanz und Musik.
Um 15.30 Uhr starten die Teilnehmenden zu einem Umzug durch die Stadt. Er führt durch die Hamburger Straße, die Ziegelstraße und zurück über die Kurhausstraße in die Innenstadt. Ein Lautsprecherwagen führt den Umzug an. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann in einer Rikscha mitfahren.
Die Demonstration für Gleichberechtigung, Toleranz und Vielfalt endet um 18 Uhr auf dem Marktplatz. Anschließend feiert die queere Community in der Diskothek De Deel am Marktplatz weiter.  ohe