Ameisenhaufen versperrt Radweg
BornhövedAndreas Stave ist gern mit dem Fahrrad unterwegs. Dabei fährt der Garten- und Landschaftsbauer oft auch längere Strecken. Von seinem Wohnort in Leezen fährt er häufig zu seinem Vater nach Bornhöved und von dort weiter nach Neumünster. Die Kälte stört ihn nicht, wohl aber ungeräumte Radwege, wuchernde Sträucher, die den Radweg einengen, sowie Schlaglöcher.
„Sind Radfahrer und Fußgänger minderwertige Verkehrsteilnehmer?“, fragt Stave. Vor über einem Jahr bemerkte er erstmals die Barke am Radweg an der B 430 in Höhe der Autobahnabfahrt Bornhöved Richtung Neumünster. Sie steht noch immer dort. „Ich habe den Hügel neben der Barke zunächst für einen Dreckhaufen gehalten und wunderte mich, warum den keiner wegmacht. Bei dem Hügel handelt es sich aber um einen Ameisenhaufen und der darf nicht entfernt werden. Für Radfahrer ist es nun kaum noch möglich, die Stelle zu passieren.“
In den vergangenen Tagen war der Radweg zudem nicht geräumt und für Ortsunkundige nicht mehr als solcher zu erkennen. Vielleicht ein Glück für die Ameisen. „Hätte ich den Auftrag zum Räumen bekommen, hätte ich den Ameisenhaufen wohl mitgeräumt. Unter dem Schnee ist er nicht mehr als solcher zu erkennen. Ein Hinweisschild mit Erklärung gibt es nicht.“
„In der Tat steht seit zwei Jahren eine Bake auf dem Radweg entlang der B 430 bei Bornhöved, um einen Ameisenhaufen abzusichern. Gefährlich ist dies nicht, da ausreichend Platz vorhanden ist und die Ränder des Radwegs gut befahrbar sind. Um einen Ameisenhaufen umzusetzen, muss die Asphaltdecke aufgemacht und der Boden bis ein Meter Tiefe ausgehoben und versetzt werden. Da dies relativ aufwändig im Vergleich zur Verkehrseinschränkung ist, wurde dies bislang nicht behoben. Aber: In diesem Jahr startet die Sanierung der beschädigten B 430. Das Gute: In diesem Zuge wird der Ameisenhaufen versetzt“, erklärt die Pressestelle des LBV.SH. ohe