Aus dem Geschäftsleben
10. Bad Segeberger Arzt-Patienten-Seminar

Welche Rolle spielen Ernährung und Psyche bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen?

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Prof. Diether Ludwig, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Allgemeinen Krankenhaus der Segeberger Kliniken.

Bad Segeberg (em). Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen gehören zu den komplexesten und facettenreichsten Erkrankungen. In Deutschland gibt es etwa 300.000 Patienten, die mit den Folgen eines Morbus Crohn oder einer Colitis ulcerosa zu kämpfen haben. Ihr Leidensweg von den ersten Symptomen bis zur zweifelsfreien Diagnose kann häufig sehr lang sein. „Das diagnostische Problem liegt hier in der Vielschichtigkeit der ersten Anzeichen wie Bauchweh, Durchfall, Gewichtsabnahme, manchmal aber auch nur Gelenkschmerzen oder Probleme mit den Augen“, erläutert Prof. Diether Ludwig, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin im Allgemeinen Krankenhaus der Segeberger Kliniken. „Eine gute Ultraschalluntersuchung ist meistens für die Diagnose wegweisend. Notwendig ist aber auch eine enge Abstimmung zwischen Patient und Arzt, um Symptome besser zu erkennen und zu deuten.“
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa sind in den meisten Fällen lebenslange Krankheiten. Ursächlich sind genetische Veränderungen, die  vererbt oder im Laufe des Lebens erworben werden. Umweltfaktoren wie das hohe Hygieneniveau der westlichen Zivilisationsgesellschaften scheinen ebenfalls eine Rolle zu spielen, denn in Ländern der Dritten Welt tritt die Erkrankung praktisch nicht auf. „Falls möglich, sollte das menschliche Immunsystem durch Vermeidung übertriebener Hygiene trainiert werden. So wirken Wurmerkrankungen vermutlich schützend“, erklärt Ludwig.
Mit Medikamenten können die Patienten in der Regel gut eingestellt werden. Kortikosteroide sind dabei Mittel der Wahl beim akuten Krankheitsschub. Allerdings sind die Nebenwirkungen auf lange Sicht ein großes Problem für den menschlichen Organismus. „Die Medizinische Forschung hat heute Medikamente entwickelt, die weniger Nebenwirkungen haben. Wir arbeiten mit Immunsuppressiva und Antikörpern, die die Botenstoffe abfangen und damit die Entzündung dauerhaft eindämmen“, so Ludwig. Mehr über neue Entwicklungen bei der Behandlung von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen stellt der Mediziner mit seinem Team vor beim 10. Bad Segeberger Arzt-Patienten-Seminar „Chronisch enzündliche Darmerkrankungen“ am Sonnabend, 25. August, von 9.30 bis 13 Uhr im Vitalia  Seehotelin Bad Segeberg (Am Kurpark 3).
„Wir informieren über neue Leitlinien, nach denen die Patienten heute behandelt werden, geben detaillierte und falls gewünscht auch direkte Informationen im Vier-Augen-Gespräch“, so der Professor. Experten aus den Segeberger Kliniken und der gastroenterologischen Schwerpunktpraxis Lübeck informieren über Therapieansätze bei jüngeren Menschen und deren Chancen.  Ernährung spielt eine immer wichtigere Rolle und wird daher auf der Veranstaltung ausführlich mit Ernährungsexperten diskutiert.
Darüber hinaus geben die Selbsthilfegruppe des DCCV (Deutsche Morbus Crohn/Colitis ulcerosa Vereinigung) und Pharmafirmen Informationen und beantwortet Fragen des Publikums.
Um vorherige Anmeldung wird gebeten: Telefonisch unter 04551/802-1011 oder per E-Mail: elke.otte@segebergerkliniken.de.

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