Aus dem Geschäftsleben

VR Bank Neumünster will bis an die Ostsee fusionieren

von Gerald Henseler

Dirk Dejewski (li.) und Dr. Rainer Bouss (2.v.re.) vom Vorstand der VR zwischen den Meeren führen mit Lars Nissen (2.v.re.) und Stefan Frahm von der VR Bank Ostholstein Nord-Plön intensive Gespräche über eine Fusion der beiden Genossenschaftsbanken.Foto:

Neumünster (mq). Aus einer Position der Stärke heraus wollen die VR Bank zwischen den Meeren (ehemals Neumünster) und die VR Bank Ostholstein Nord-Plön ihre Kräfte bündeln und fusionieren. Zu diesem Zweck laufen derzeit Sondierungsgespräche zwischen den Vorständen Dirk Dejewski und Dr. Rainer Bouss (Neumünster) sowie Lars Nissen und Stefan Frahm (Ostholstein Nord-Plön). Gemeinsam würde man die vielen Herausforderungen, die sich bietenden Chancen und die überbordende Regulatorik besser meistern.

Nach der gescheiterten Fusion der VR Bank Neumünster mit der VR Bank Westküste und der Raiffeisenbank Handewitt war es Lars Nissen, Vorstandsvorsitzender der VR Bank Ostholstein Nord-Plön, der zum Telefonhörer griff und seinen Kollegen in Neumünster anrief. „Wir sind seit zehn Jahre fusionsoffen und haben einen starken Partner für die Zukunft gesucht“, sagt Nissen. Deswegen fiel die Wahl auf die VR zwischen den Meeren, zu der sehr gute persönliche Kontakte auf Vorstandsebene bestehen. Zudem hätten sich zwei strukturell vergleichbare Institute gefunden.  „Die ländliche Region braucht schlagkräftige Genossenschaftsbanken“, begründet Dirk Dejewski den geplanten strategischen Gürtel von Neumünster bis an die Ostsee. Die neue VR Bank soll den Namen zwischen den Meeren tragen. Im Norden reicht das Geschäftsgebiet bis an die Kieler Bucht, im Süden bis nach Kaltenkirchen.

Mit ihrer gemeinsamen Bilanzsumme von 3,345 Milliarden Euro (Neumünster 1,463 Milliarden und Ostholstein Nord-Plön 1,972 Milliarden) würde die fusionierte VR Bank auf Platz zwei der Genossenschaftsbanken in Schleswig-Holstein springen. 52.619 Mitglieder, 117.000 Kunden, 420 Mitarbeiter und 26 Geschäftsstellen werden zur neuen VR Bank zwischen den Meeren gehören. Die Vorstandsstandorte würden in Neumünster und Lensahn bleiben. Damit wolle man deutlich machen, dass man weiter dicht an den Menschen sein wird, betont Dirk Dejewski. Mitarbeiter müssten nicht um ihre Jobs bangen. „Im Gegenteil, wir werden in drei bis Jahren ehe Personal suchen“, sagt Dr. Rainer Bouss.

Nachdem das Fusionsprojekt den Aufsichtsgremien und den Mitarbeitern vorgestellt wurde, sollen im Frühjahr die Mitgliedervertreter in Diskussionsrunden informiert werden. Stimmen die Vertreterversammlungen am 17 Mai (Ostholstein Nord-Plön) 18. Mai 2022 (Neumünster) zu, soll die Fusion zum 1. Juli 2022 realisiert werden. „Bis dahin müssen wir unsere Hausaufgaben machen“, sagt Dr. Rainer Bouss und Stefan Frahm ergänzt: „Das ist eine herausfordernde Aufgabe!“

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