Aus dem Geschäftsleben

Volksbank Raiffeisenbank schüttet sechs Prozent Dividende aus

von Gerald Henseler

Vorstandsmitglied Kay Schäding informierte die Teilnehmer bei der digitalen Vertreterversammalung der Volksbank Raiffeisenbank.

Bad Oldesloe (em). Das aktuelle Umfeld hat es erforderlich gemacht: Vor kurzem fand auf Grund der andauernden Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Kontaktbeschränkungen die alljährliche Vertreterversammlung der Volksbank Raiffeisenbank – Bargteheide – Bergedorf – Stormarn – Vierlanden erstmals digital statt.

„Viel lieber hätten wir unsere gewählten Vertreter natürlich wie immer persönlich begrüßt, aber deren Gesundheit und ebenso die Gesundheit unserer Mitarbeiter stehen für uns an vorderster Stelle“, so Vorstand Karsten Voß.

Aus einem eigens für einen Live-Stream ausgerichteten Studio wurde so die Versammlung an die teilnehmenden Vertreter, Gäste und Mitarbeiter gesendet, die die Ausführungen aufmerksam verfolgten. Alle Wortmeldungen wurden dabei digital erfasst und direkt beantwortet, ebenso die Abstimmungen durchgeführt und der festgestellte Jahresabschluss genehmigt.

Erwartungen
wurden übertroffen

Im Februar 2019 hatten die Vorstände die Fusion ihrer Häuser zur neuen Volksbank Raiffeisenbank – Bargteheide – Bergedorf – Stormarn – Vierlanden bekannt gegeben, die im Oktober technisch vollzogen wurde. Die Erwartungen an den strategischen Zusammenschluss wurden dabei bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr übertroffen. Die Bilanzsumme des Instituts stieg auf 1,26 Milliarden Euro, das betreute Kundenwertvolumen auf über 3 Milliarden Euro. Der festgestellte Bilanzgewinn betrug 3,4 Millionen Euro.

Erfolgstreiber waren unter anderem die unverändert hohe Nachfrage bei Immobilienfinanzierungen und die Investitionsfreude des regionalen Mittelstands. Die Kreditausleihungen der Volksbank Raiffeisenbank an Kunden stiegen so in 2019 um rund 20 Prozent auf rund 868 Millionen Euro.

„Die gestiegene Nachfrage ist Zeichen einer erfreulichen wirtschaftlichen Entwicklung der Unternehmen und privaten Haushalte in unserer Region. Durch unsere neue Größe und unsere solide Eigenkapitalausstattung können wir noch größere Vorhaben in unserer Region ermöglichen als zuvor“ erläutert Vorstand Stefan Lohmeier. „Dabei ist das Hypothekenkreditvolumen in dieser Zahl nicht einmal enthalten. Es wurde überwiegend an Partner der Genossenschaftlichen Finanzgruppe vermittelt und präsentierte sich 2019 mit rund 80 Millionen Euro ebenfalls äußerst robust.“

Einen Nachfragerückgang nach Kreditmitteln hatte der Vorstand der Genossenschaftsbank auch für 2020 nicht erwartet und sieht sich durch den anhaltenden Wachstumstrend der Krise zum Trotz bestätigt.

Über 30 Millionen im Neugeschäft mit Investmentfonds der Union Investment bedeuteten 2019 eine neue Rekordmarke. „Immer mehr Kunden entdecken die Vorteile des Fondssparens für sich. Mit Union Investment haben wir einen Partner in der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, bei dem jeder Kunde schon mit kleinen Beträgen ab monatlich 25 Euro in Fondssparpläne investieren kann“ erklärt Karsten Voß dieses gute Ergebnis.

2019 belief sich das Gesamtspendenvolumen der Volksbank Raiffeisenbank auf über 83.000 Euro und über die eigene Crowdfunding-Plattform wurden weitere gemeinnützige Projekte unterstützt und realisiert. „Als vor Ort verwurzelte Genossenschaftsbank erhalten ausschließlich gemeinnützige Organisationen aus unserer Region diese Zuwendungen“ betont Vorstand Kay Schäding.

Mitglied in der Volksbank Raiffeisenbank zu sein lohnt sich auch in Krisenzeiten und Negativzinsumfeld. Einstimmig wurde der Vorschlag des Vorstands beschlossen, an die Mitglieder der Genossenschaftsbank eine Dividende in Höhe von sechs Prozent auszuschütten. Mitglied kann jeder Kunde werden, der eine aktive Geschäftsverbindung zu dem Institut unterhält, also beispielsweise dort sein Gehalts- oder Geschäftskonto führt oder neu einrichtet.

Kundengeschäft bleibt
in der Region verankert

Neben einem inzwischen auf mehr als 80 digitale Leistungen ausgebauten Online-Angebot und fortgesetzten Investitionen in die Online-Filiale, den Webauftritt und mobile Arbeitsplätze wurden 2019 auch neue Bereichsstrukturen geschaffen, die sicherstellen, dass die Verantwortung des Kundengeschäftes auch zukünftig in der Region verankert bleibt.

Wie wichtig die digitale Leistungsfähigkeit gerade in diesen Zeiten ist, zeigte sich während der Phase des bundesweiten Lock-Downs und dem dynamischen Infektionsgeschehen im März und April des Jahres, als aus Gründen der Vorsorge und Vorsicht zahlreiche Filialen vorübergehend geschlossen werden mussten. Kundenwünsche wurden in dieser Zeit verstärkt online, digital und per Telefon erfüllt. „Wir sind sicher, dass dieser Trend ebenfalls anhält, und werden unser Angebot deshalb stetig neu an den sich ändernden Bedarfen unserer Kunden ausrichten“, so Karsten Voß.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück