Aus dem Geschäftsleben
Kosmetikerin Claudia Prieß spendet 1.400 Euro an den Hospizverein

Sterbe- und Trauerbegleiter helfen aus der Sprachlosigkeit

Die Kosmetikerin Claudia Prieß überreichte 1.400 Euro als Spende an den Vorsitzenden des Hospizvereins Segeberg, Dr. Dieter Freese. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Mit so viel Geld hatte Claudia Prieß nicht gerechnet. 1.344,40 Euro steckten ihre Kunden bei einer Feier aus Anlass des 25-jährigen Bestehens der Firma „Claudia Prieß Kosmetik“ in eine Spendenbox. „Ich hatte alle Gäste gebeten, auf Geschenke zu verzichten und stattdessen für den Hospizverein Segeberg zu spenden“, sagt Claudia Prieß. Sie stockte den Betrag auf 1.400 Euro auf und überreichte das Geld jetzt dem Vorsitzenden des Hospizvereins Dr. Dieter Freese.
„Besonders im Bereich der Trauerbegleitung sind wir auf Spenden angewiesen“, erklärte Freese bei der Spendenübergabe. Während Krankenkassen die Kosten für Sterbebegleitung zum großen Teil übernehmen, muss der Verein andere Aktivitäten selbst finanzieren. 28 Hinterbliebene betreuten die ehrenamtlichen Trauerbegleiter des Vereins im vergangenen Jahr. Das Trauercafé des Vereins  besuchen regelmäßig 16 bis 20 Personen An den Spaziergängen, den sogenannten Ge(h)zeiten, nehmen meisten drei bis vier Personen teil. Überregional bekannt ist die Gruppe der verwaisten Eltern. hier treffen sich zur Zeit  15 Personen, deren Kinder verstorben sind.
„In todesnahen Situationen herrscht in den Familien oft Sprachlosigkeit“, sagt Dieter Freese. Sterbebegleiter suchen das Gespräch mit den Sterbenden. „Wir lesen vor, schauen gemeinsam Fotoalben an oder hören Musik“, schildert Dieter Freese Einsätze der Sterbebegleiter. Seine Sterbebegleiter bildet der Verein selbst aus.  Die Ausbildung für Trauerbegleiter findet in Hamburg statt. 900 Euro kostet die Ausbildung pro Person. Auch dafür benötig der Verein Spendengelder.

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