Aus dem Geschäftsleben

Sparkasse Südholstein sorgte für Schutz der Mitarbeiter und Kunden

von Dirk Marquardt

Andreas Fohrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein, ist mit dem Ergebnis zufrieden und lobt den Einsatz seiner Mannschaft in Coronazeiten.

Neumünster (mq). Auch bei der Sparkasse Südholstein stand das Jahr 2020 im Zeichen der Corona-Pandemie. Unter diesen Voraussetzungen ist man in der Zentrale Neumünster zufrieden mit dem Ergebnis, das durch konsequentes Krisenmanagement auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte. Der Schutz der Mitarbeiter und Kunden rückte dabei in den Mittelpunkt.

„Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die sich sehr schnell auf die veränderten Rahmenbedingungen eingestellt hat. Wir waren immer für unsere Kunden da, vor Ort in den Filialen und zusätzlich per Telefon- und Video-Beratung. Letzteres ist über die Monate stark angenommen worden. Unsere Kunden wertschätzen sehr, dass wir ihnen diese bequeme Alternative ohne jegliches Infektionsrisiko bieten“, erklärt Andreas Fohrmann, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Südholstein.

Zudem konnte sich die regionale Wirtschaft in schwierigen Zeiten auf die Sparkasse verlassen, rund 500 von den Lockdown-Phasen betroffenen Firmenkunden fragten nach fast 60 Millionen Euro Liquiditätsbedarf an. Die Hälfte der Mittel deckte die Sparkasse ab, die andere Hälfte floss aus den Coronahilfen von Bund und Land.

Die Bilanzsumme der Sparkasse Südholstein stieg 2020 auf über sechs Milliarden Euro an. Der Zinsüberschuss sank nur leicht um 1,5 Millionen auf 95,8 Millionen Euro. Dies konnte durch ein Plus beim Provisionsüberschuss von 2,5 Million auf 42,1 Millionen Euro mehr als ausgeglichen werden. Nach Abzug der Kosten erreichte die Sparkasse ein Betriebsergebnis vor Bewertung – also das Ergebnis des operativen Geschäfts – in Höhe von 39,6 Millionen Euro, was dem Niveau des Jahres 2019 entspricht. Die Kernkapitalquote stieg auf 12,4 Prozent (Vorjahr 11,7).

Auch das gesellschaftliche Engagement hat die Sparkasse Südholstein zusammen mit ihrer Stiftung auf das Thema Corona ausgerichtet. Bei der Premiere der Spendenaktion Kinderaugenblick kamen 20.000 Euro zusammen. Das Geld wurde Familien zur Verfügung gestellt, die besonders unter den Einschränkungen der Pandemie leiden. Insgesamt flossen 431.000 Euro an gemeinnützige Zwecke in der Region. Darüber hinaus wurden die Schuldnerberatungsstellen in den Kreisen Segeberg und Pinneberg sowie der Stadt Neumünster mit fast 91.000 Euro aus Erträgen der Lotterie Los-Sparen unterstützt.

896 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind bei der Sparkasse Südholstein in 28 Filialen beschäftigt, davon 63 Auszubildende. In 23 Filialen stehen den Kunden SB-Automaten zur Verfügung. Der Bau der neuen Sparkassenzentrale am Großflecken auf dem ehemaligen Karstadt-Gelände in Neumünster wird forciert, hier wird in Kürze die Baugenehmigung erwartet.

Auch das laufende Geschäftsjahr steht unter dem Eindruck der Pandemie. „Bislang zeigt sich die Mehrheit der Unternehmen in der Region robust, doch es lässt sich noch nicht absehen, welche Spuren die Pandemie in der Wirtschaft tatsächlich hinterlassen wird. Wir müssen also für jeden Fall gewappnet sein, und zwar zusätzlich zu den ohnehin bereits bestehenden Rahmenbedingungen wie hohe regulatorische Anforderungen und die Zinspolitik der EZB, die uns eine historische Niedrigzinsphase und sogar Minuszinsen beschert“, so Andreas Fohrmann.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück