Aus dem Geschäftsleben
Auftakt für die Schulkinowoche:

Schulbank mit Kinosessel tauschen

von Katja Lassen

Auf jeden Fall empfehlenswert findet Celina Jönßon von der Dahlmannschule den lustigen und zum Nachdenken anregenden Film, der ihr viele Magic Moments verlieh und bei dem ihr die Effekte gut gefielen. Ihrer Klassenkameradin Rahel Weidinger fand die Rahmen

Bad Segeberg (kf). Wer tauscht nicht gern die Schulbank gegen einen gemütlichen Kinosessel? Licht aus – Kino statt Klassenzimmer heißt es seit Montag wieder für viele Schulklassen. Sie nehmen mit ihren Lehrkräften an den jährlich stattfindenden Schulkinowochen teil, einem bundesweiten Projekt des Trägers Vision Kino, das noch bis zum 1. Dezember läuft.
Vision Kino ist eine Initiative des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, der Filmförderungsanstalt der Stiftung Deutsche Kinemathek sowie von „Kino macht Schule“ mit dem Ziel, die Filmkompetenz von Kindern und Jugendlichen zu stärken und sie gleichzeitig für das Kino als Kulturort zu sensibilisieren. Dafür gibt es projektbegleitende Fortbildungen für die Lehrkräfte sowie Begleitmaterial für den Unterricht. In den Klassenstufen 1 bis 13 werden altersentsprechend verschiedene Filme gezeigt, die Vision Kino zuvor sorgfältig ausgewählt hat. In allen 16 Bundesländern beteiligen sich insgesamt 800 Kinos mit vergünstigten Eintrittspreisen von 3.50 Euro pro Schüler an der Aktion, die seit 2002 nun schon zum 16. Mal stattfindet. In Schleswig-Holstein werden in 40 Kinos über 80 verschiedene Filme gezeigt. Derzeit sind über 60.000 Schüler mit ihren Lehrkräften landesweit bei der Schulkinowoche angemeldet. So auch im Cine-Planet 5 in Bad Segeberg, wo am Montag die Auf­taktveranstaltung für Schleswig-Holstein stattfand.
Kinoinhaber-Ehepaar Ute und Frank Häfner, die bei ihrer Arbeit von Tochter Saskia Isabell und Schwiegersohn Stephan Häfner unterstützt werden, liegen 2.477 Anmeldungen von 17 verschiedenen Schulen aller Schulformen vor. Das Ehepaar begrüßten neben Projektleiterin Kirsten Geißelbrecht und Michael Jahn von Vision Kino auch Anette Lutter vom Bildungsministerium sowie Gert Haack aus dem Ministerium für Kultur sowie Amtsleiter Carsten Schleicher, der Bürgermeister Dieter Schönfeld vertrat. Gezeigt wurde der 97-minütige Film „Es war einmal Indianerland“.
Nach dem Kinofilm hatten die Schüler Gelegenheit, mit dem Hamburger Buch- und Drehbuchautor Nils Mohl ins Gespräch zu kommen. Dieser bezeichnete das Genre des Film als „Dramödie“ und begrüßte die Schüler mit den Worten: „ Roman ist Roman, Film ist Film. Es soll euch einfach nur Spaß machen.“
In Bad Segeberg finden während der Schulkinowoche 26 Kinovorstellungen statt, es werden zehn verschiedene Filme gezeigt. Das moderne Cine-Planet 5 beeindruckte bei der Auftaktveranstaltung mit seinen insgesamt sieben Kinosälen. Es nimmt seit Beginn der Kinoschulwochen 2002 an dem Projekt teil. „Uns bietet das Projekt die Gelegenheit nicht nur Mainstreamfilme zu zeigen, sondern auch die, die im Alltag untergehen würden. Es gibt viele gute Filme, aber nicht jeder hat ein großes Werbebudget zur Verfügung“, so Häfner.

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