Aus dem Geschäftsleben

Raiba Leezen ließ Schüler an der Realität schnuppern

von Katja Lassen

Die Ergebnisse ihrer Projektarbeit übergaben Melissa Iburg (2. v. li.) und Moritz Meyer (Mi.), zusammen mit ihrem Klassenlehrer Hendrik Meyer, stellvertretend für die gesamte Klasse KAI 16 an Raiba-Vorstandsmitglied Annette Kaufhold und Auszubildende Stef

Bad Segeberg (kf). Es war ein Projektauftrag, der es in sich hatte: In nur vier Wochen sollten die Berufsfachschüler am BBZ der Klasse Kaufmännische Assistenten mit dem Schwerpunkt Informationsverarbeitung (KAI 16) im Auftrag der Raiffeisenbank Leezen die Fragestellung: „Wie funktioniert die Gewinnung und Bindung junger Kunden an die Raiffeisenbank (Raiba) Leezen?“ herausarbeiten und in einer Präsentation vorstellen.
„Das BBZ pflegt diese Projekt-Zusammenarbeit mit Unternehmen, um ihre Schüler an der Realität schnuppern zu lassen“, so Klassenlehrer Henrik Meyer, der seine Schüler mit ihrem theoretisch erworbenen Wissen so vor eine andere Art der Herausforderung stellte, bei der die Schüler ihr Wissen praktisch und in Teamarbeit anwenden mussten und dabei gleichzeitig lernten, sich selbst zu organisieren und analytisch zu denken.
Das Projekt ist jedoch eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Auch die Raiba Leezen erhält durch die Projektarbeit einen Blick von außen auf die Genossenschaftsbank. Und das auch noch genau von den jungen Menschen, die sie als Zielgruppe erreichen wollen – nicht unwichtig für die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens
Auf das Ergebnis war Raiba Vorstandsmitglied Annette Kaufhold sowie die projektbetreuenden Azubis der Raiba, Kilian Heide und Stefanie Kaml (beide zweites Lehrjahr), sehr gespannt.
Um die Erwartungen jedoch etwas zu dämpfen, betonte Henrik Meyer, dass sich Institute und Universitäten mit diesem Thema seit Jahren beschäftigen. Um so bewundernswerter war es, was den Schülern in nur vier Wochen gelungen ist. Sie führten eine Schülerbefragung unter fast 300 Schülern an ihrer Schule durch, werteten diese aus, verglichen die Raiba Leezen mit Mitbewerbern und untersuchten bereits erhobene Daten aus Studien. Die Ergebnisse stellten sie mit wechselnden Referenten in einer anschaulichen Präsentation vor und überreichten abschließend eine gebundene Mappe mit allen Ergebnissen an Annette Kaufhold.
Diese nahm die Erkenntnis mit, dass die Raiba schon Vieles richtig mache. Die Schüler empfahlen unter anderem die Homepage verständlicher und interessanter zu gestalten und mit der Facebookseite zu verlinken, diese sei ihnen wichtiger als der Social Media Auftritt, was Annette Kaufhold und Klassenlehrer Henrik Meyer sowie Schulleiter Heinz Sandbrink und Abteilungsleiter Wirtschaft Joachim Krüger durchaus überraschte.
Hauptgründe, sich für eine Bank zu entscheiden, seien vor allem bei den 14- bis 17-Jährigen die Eltern und die Filiale vor Ort. Wenn es eine Wechselbereitschaft gäbe, dann im Alter von 18 bis 24 Jahren. Darum müssten die Angebote für genau diese Zielgruppe interessanter gestaltet werden oder gezielt die Eltern mit ins Boot geholt werden, empfahlen die Schüler, die sich, laut Umfrage, einen Banker weiterhin in Business-Kleidung wünschen.
Mit einem Schülerfrühstück für die gesamte Klasse bedankte sich Annette Kaufhold für die geleis­tete Arbeit und versprach die kurz- oder langfristige Umsetz­ung einiger Tipps.

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