Aus dem Geschäftsleben

Marlis Stagats Leitfaden bringt Ordnung in ein schwieriges Thema

von Dirk Marquardt

Marlis Stagat (2.v.li.), Provinzial-Bezirkskommissarin in Bad Segeberg, und ihr Mitarbeiter Niklas Horst (2.v.re.) sind Experten in Sachen Generationenberatung. Der Erlös ihres neuen Leitfadens kommt der Lebenshilfe mit Sylvia Johannsen und der Traveschul

Bad Segeberg (mq). Wer kennt das nicht: Wenn es um Vollmachten, Patientenverfügungen und Vermögensweitergabe geht, dann plant jeder, sich um dieses wichtige Thema in naher Zukunft zu kümmern. Doch meist bleibt es bei dem guten Vorsatz und der schon angelegte Notfallordner wird nicht mit den nötigen Dokumenten gefüllt. Marlis Stagat möchte dies ändern. Zusammen mit ihrem Mitarbeiter Niklas Horst hat die Bad Segeberger Bezirkskommissarin der Provinzial eine Ausbildung zur Generationen-Beraterin absolviert. Die Prüfung wurde von der Industrie- und Handelskammer Mannheim abgenommen.
Um den Weg durch das Dickicht an Informationen zu diesem Thema zu finden, haben Marlis Stagat und Niklas Horst einen Leitfaden entwickelt. Das Workbook „Wer nichts regelt, wird geregelt!“ kommt ab sofort zum Einsatz. Das Heft zeigt auf, wie man sich Schritt für Schritt mit diesen Themen auseinandersetzt. „Man muss so viele Dinge berücksichtigen“, sagt Marlis Stagat, die aus persönlicher Erfahrung weiß, was es bedeutet, wenn man sich nicht ausreichend vorbereitet hat. „Als meine Mutter plötzlich verstarb, war nichts geregelt“, sagt sie.
Zusammen mit Niklas Horst hat sie seit Mai des vergangenen Jahres 17 Veranstaltungen durchgeführt, bei denen sich im Schnitt 15 Besucher kostenlos informierten. „Wir sind aber keine Rechtsberatung und geben auch keine medizinischen Tipps“, stellt Marlis Stagat klar. Ihr liegen schon Anfragen von Unternehmern vor, die ihre Belegschaften informieren möchten. Ab sofort wird sie den Leitfaden im Rahmen der Beratung anbieten. Das Heft kostet 15 Euro, wovon jeweils fünf Euro an die Lebenshilfe Bad Segeberg und an den Förderverein Traveschule Bad Segeberg gespendet werden. „Von diesen beiden Institutionen habe ich den letzten 21 Jahren am meisten Hilfe erhalten“, sagt Marlis Stagat, die eine 22-jährige behinderte Tochter hat.
Die monatlichen Generationen-Beratungen in der Gruppe setzen Marlis Stagat und Niklas Horst fort. Termine findet man im Internet unter der Adresse www.generationenberatung-segeberg.de. Eine an­schließende Einzelberatung ist möglich.

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