Aus dem Geschäftsleben
Dekra Prüfingenieure suchen Gespräch mit Fahranfängern

Kostenloser Check erhöht die Sicherheit

Am Auto von Denise Lingmann (re.) fanden Moritz Lipphardt, Gero Storjohann und Carsten Dill (v.li.) keine Mängel. Foto: ohe

Bad Segeberg (ohe). Lea Behrmann hatte das älteste Auto beim Auftakt der Aktion Safety Check der Dekra. „Mein Toyota Yaris ist ein Monat älter als ich“, erzählt die 18-Jährige.  Vor einem Jahr hat ihre Mutter den Kleinwagen für sie erworben. Seither leistet der Yaris seiner Fahrerin gute Dienste. Trotzdem glaubt Lea Behrmann nicht, dass ihr Yaris den kostenlosen Sicherheitscheck an der Dekra Außenstelle in Bad Segeberg ohne Beanstandungen besteht. Tatsächlich beanstandeten die Prüfer die Reifen. „Sonst ist alles heil“, freut sich die Schülerin
Das Auto ihrer Mitschülerin Larissa Krügel hat die Prüfung schon hinter sich. Karl-Ingo, so nennt die angehende Verwaltungsfachangestellte ihren drei Jahre alten Twingo, braucht nur ein Pflaster. Außer einem Lackschaden ist bei dem Fahrzeug alles okay. Das ist beim kostenlosen Sicherheitscheck für Fahrzeuge junger Fahrer selten. „Bei drei von vier Fahrzeugen finden unsere Prüfer Mängel“, weiß Jochen Schnack, Leiter der Dekra. Am häufigsten sind Mängel an Bremsanlage, Fahrwerk, Lenkung, Räder und Reifen. „Da haben wir schon gravierende Mängel gesehen“, berichtet Jochen Schnack.
Seit elf Jahren bietet die Dekra den Safety Check in Bad Segeberg an. Seither  schickt das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Bad Segeberg seine Schüler zu dem kostenlosen Sicherheitscheck. 40 Berufsschüler nahmen am Montag an der Aktion teil. Erstmals führen sie auch motorisierte Zweiräder vor. „Vielen ist nicht bewusst, welches Risiko sie eingehen“, sagt Schulleiter  Heinz Sandbrink.
Fahranfänger verfügen oft über wenig Geld, fahren daher alte Fahrzeuge und scheuen regelmäßige Inspektionen. Manche versuchen selbst Reparaturen auszuführen. Selbst das Auswechseln von Scheinwerferbirnen klappt selten. In den meisten Fällen ist danach  die Beleuchtung verstellt“, sagt Jochen Schnack.
Der Bundestagsabgeordnete Gero Storjohann ist von Beginn an Schirmherr des Safety Checks. Bei Fahranfängern sei das Unfallrisiko besonders hoch, berichtete Storjohann. Das absolute Alkoholverbot in den ersten drei Jahren nach Führerscheinerwerb zeige Wirkung, so Storjohann. Die seit Jahren sinkende Anzahl der Unfalltoten führt er auf bessere Technik in den Fahrzeugen zurück.
Noch bis Sonnabend, 30. Juni, können junge Fahrer im Alter bis zu 24 Jahren kostenlos zum Sicherheitscheck in die Dekra Niederlassung Bad Segeberg kommen. Sie ist im Hause Mercedes-Benz Süverkrüp+Ahrendt in Bad Segeberg (Jasminstraße 1). Öffnungszeiten sind Montag, Dienstag und Mittwoch von 9 bis 16.30 Uhr sowie Freitag von 12.30 bis 16.30 Uhr. Anmeldungen sind nicht nötig.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück