Aus dem Geschäftsleben

Klinik für Chirurgie setzt einzigartigen Werkstoff bei Implantaten ein

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Bad Segeberg (em). Die Leidensgeschichte von Frauke Behnk ist lang und schmerzhaft. Die über Jahre sich entwickelnde Arthrose hat schließlich den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks notwendig gemacht. Doch weil sie für ihre 55 Jahre noch eine eher junge Patientin ist und darüber hinaus an einer Nickelallergie leidet, hatte sie Glück: „Wir haben bei Frau Behnk ein Implantat verwendet, das mit ihrer allergischen Vorbelastung und ihrem jungen Alter entsprechend direkt auf ihre Ansprüche zugeschnitten ist.
Oxinium ist ein besonders widerstandsfähiger und stabiler Werkstoff, den Allergiker gut vertragen und der länger hält als klassische Knieimplantate mit einer Kobalt-Chrom-Nickel-Legierung“, sagt Privatdozent Dr. Jan Schagemann, Leitender Oberarzt der Klinik für Chirurgie und Leiter der Abteilung für Orthopädische Gelenkchirurgie.   
Oxinium besteht aus den Metallen Zirkonium und Niob. Die Oberfläche von Implantaten aus Oxinium ist wie Keramik extrem glatt. Durch den deutlich verringerten Abrieb weisen künstliche Kniegelenke aus Oxinium eine längere Standzeit auf, als die statistischen 15 bis 18 Jahre bei herkömmlichen Implantaten. Das haben biochemische Studien gezeigt. Bisher war das Material, aus dem die Implantate fürs Kniegelenk gefertigt sind, eines der limitierenden Probleme. Da die Patienten aber immer mobiler bleiben, Sport treiben oder Arbeiten gehen und ihren Lebensalltag aktiver gestalten, sind zunehmend Materialien gefragt, die diesen Ansprüchen entsprechen. „Ich kann mit diesem künstlichen Gelenk problemlos wieder in meinen beruflichen Alltag zurück, wenn ich es möchte. Dabei brauche ich keine Angst zu haben, dass mein neues Kniegelenk zusätzlichen Belastungen nicht standhält“, sagt Frauke Behnk.
Die Krankenkassen übernehmen die erhöhten Kosten für ein Knie­implantat aus Oxinium bisher zur teilweise. Für Schagemann überwiegen allerdings die Vorteile: „Wir sind von dem Einsatz dieses Materials bei einem bestimmten Patientenkreis absolut überzeugt und halten es aus medizinischen Gründen für eine sinnvolle Leistungsergänzung.“ Die Abteilung für Orthopädische Gelenkchirurgie ist eine der wenigen Kliniken in Norddeutschland, die seinen Patienten dieses innovative Prothesendesign anbietet.

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