Aus dem Geschäftsleben

Kämpfe als Kommunikationsform

Den roten Boxhandschuh hat Dirk Fiebelkorn oft dabei. „Geboxt habe ich damit noch nie“, sagt der Jungsversteher. Spielerisch vermittelt er Jungen, Eltern und Pädagogen, wie man fair kämpft. Foto: ohe

Neversdorf (ohe). Jungen kämpfen. Im Kindergarten und auf dem Schulhof messen sie ihre Kräfte. Das zu verbieten, hält Dirk Fiebelkorn für einen falschen Weg. „Kämpfen ist eine großartige Kommunikationsform“, sagt der Erzieher. Er hat sich vor einigen Jahren auf den Bereich Jungenarbeit spezialisiert. „Kinder kämpfen in jedem Fall. Daher müssen sie das Kämpfen lernen, genauso wie das Sprechen“, sagt Dirk Fiebelkorn.
In Kindertagesstätten und Schulen, aber auch bei Elternabenden und in Vereinen bietet er Kurse und Veranstaltungen an. Von langen Vorträgen hält Fiebelkorn nichts. Bei ihm geht es schnell zur Sache, also zu den Kampfspielen. Die machen nicht nur Spaß, sondern vermitteln auch Fairness und Empathie. So bleibt die Gewalt außen vor.
Seit vier Jahren ist Dirk Fiebelkorn in der Jungenarbeit tätig. Dabei hat er durchweg positive Erfahrungen gemacht. Lehrer und Erzieher berichten ihm immer wieder, dass sie seine Tipps erfolgreich in der täglichen Arbeit anwenden. Bei seiner Arbeit mit den Jungen lässt Dirk Fiebelkorn gern die größten Kontrahenten gegeneinander antreten. „Die wollen fair sein. Sie wissen bloß nicht wie es geht“, meint Fiebelkorn.
Von seiner Arbeit im Kinderhort nimmt sich der Erzieher Anfang des kommenden Jahres eine Auszeit. Die will der Jungenversteher nutzen, um mehr Veranstaltungen an Schulen, Kindergärten und Vereinen anzubieten. Dann hat er ganze Tage Zeit, um Pädagogen fortzubilden, Gewaltprävention oder Vater- und Sohn-Tage mit Kampfes­spielen anzubieten. „Auch Mutter- und Sohn-Tage sind möglich“, sagt Fiebelkorn. Zudem gibt er  Hipp Hopp- und Rapp-Workshops

Kontakt:
Dirk Fiebelkorn
Tel.: 0179/7555363
E-Mail: dirk@fiebelkorn.de
www.jungsverstehen.de

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