Aus dem Geschäftsleben

Je mehr Spenden, desto mehr Blühwiese für Stuvenborn

von Gerald Henseler

Zur Finanzierung einer großen Blühwiese auf einer Fläche der Familie von Viktoria Gloyer(re.) in der Stuvenborner Feldmark hoffen die Mitglieder der Landjugend Stuvenborn, vertreten durch Sophie Thies, Annika Gudladt und Benito Pütz (v. l.), auf viele Un

Bad Segeberg (kf). „Stuvenborn blüht auf“, so heißt das Projekt, das die Landjugend Stuvenborn und Umgebung in Kooperation mit dem Hof Gloyer umsetzt.

„Zum Wohle der Artenvielfalt soll in der Feldmark (Zu den Eichen) in Stuvenborn eine Blühwiese entstehen. Sie soll Insekten, wie Schmetterlinge, Bienen und Hummeln, zum Bestäuben einladen, aber auch Rehen, Hasen und Bodenbrütern einen Rückzugsort und Kleinstlebewesen im Boden einen ungestörten Lebensraum bieten“, erklärt Landjugendmitglied Benito Pütz, zusammen mit Annika Gudladt und Sophie Thies den Plan, für den die insgesamt 48 Landjugendmitglieder noch Unterstützer suchen. Denn das benötigte Land stellt Landwirtsfamilie Gloyer nicht kostenlos zur Verfügung. „Die insgesamt 3,5 Hektar große Fläche sichert uns gewisse Einnahmen, die wir auch jetzt generieren müsssen“, so Viktoria Gloyer, die die Idee der Jugendlichen aber gern unterstützt.

Über Patenschaften als einmalige Spenden soll die Blühwiese finanziert werden. Ein Quadratmeter kostet 30 Cent. Für eine einfache Handhabung haben die Jugendlichen schon unterschiedlich große Pakete für fünf Euro (17 qm), zehn Euro (34 qm) oder 30 Euro (100 qm) gepackt. Aus den Spenden ergeben sich dann die Quadratmeter für die spätere Blühwiese. Familie Gloyer wird diese Fläche Mitte April pflügen und Ende April das Saatgut speziell für Honigpflanzen ausbringen.

„Bei dieser ist der Blütezeitraum bewusst breit gewählt. Es blüht also nicht alles gleichzeitig“, sagt Viktoria Gloyer und versichert, dass keine mineralischen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden. Ein Jahr lang wird die Blühfläche sich selbst überlassen, ein Betreten der Fläche oder Abschneiden der Blumen ist nicht erlaubt. Ein Schild am Feldrand informiert über das Projekt, dort können auf Wunsch auch Sponsoren genannt werden, die die Fläche aber weder kaufen noch pachten. „Dieses Projekt wird ausschließlich über Patenschaften finanziert und erhält keine weiteren Fördermittel“, betont Viktoria Gloyer. Rund 100 Spender haben bereits gut einen Hektar finanziert. „Je mehr, desto besser“, sagen sich die Jugendlichen, die auch auf dem Kaltenkirchener Wochenmarkt und vor dem Edeka-Markt in Stuvenborn für ihr Projekt geworben haben. Wer noch spenden möchte, kann dies über den paypal-link https://paypal.me/pools/c/8xwFtwuqtZ oder per Überweisung IBAN: DE 56 2306 1220 0001 0493 48 oder am Verkaufsautomat Eierhütte Hof Gloyer, Am Dorfplatz 7a in Stuvenborn. Weitere Infos gibt es auch auf der Homepage www.hof-gloyer.de.

Die Landjugendmitglieder planen außerdem den Bau eines Insektenhotels und könnten sich vorstellen, zukünftig vielleicht auch eigenen Honig zu produzieren. Vielleicht kommen sie so ihrem Traum von einem eigenen Clubheim ein großes Stück näher.

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