Aus dem Geschäftsleben

Gratismasken schützen Träger und die Mitmenschen

von Dirk Marquardt

Dirk Buckenberger, Inhaber der Alten Apotheke in Bad Segeberg, verteilt FFP2-Masken in seiner Apotheke.

Bad Segeberg (mq). Wer in Coronazeiten eine FFP2-Maske trägt, schützt seine Mitmenschen und auch sich selbst. „Das ist der Vorteil dieser Masken“, sagt Dirk Buckenberger, Inhaber der Alten Apotheke in Bad Segeberg (Kirchstraße 31). Deshalb ist er froh darüber, dass Gesundheitsminister Jens Spahn dafür sorgt, dass über 60-Jährige und Menschen mit Vorerkrankungen und Risikofaktoren jeweils drei Gratismasken erhalten, die über die Apotheken ausgegeben werden. Bis zu 29 Millionen Bundesbürger profitieren davon.

Etwas erstaunt war der Apotheker ebenso wie seine Berufskollegen, wie kurzfristig die Maßnahme verkündet wurde. „Wir haben das aus der Presse erfahren. Das war schon ein Schnellschuss aus dem Bundesgesundheitsministerium. Aber die Initiative ist gut und richtig, um in der zweiten Welle etwas für die Menschen zu tun“, sieht Dirk Buckenberger eher die Vorteile der Aktion, die bis zum 6. Januar verlängert wurde.

Er hatte in seiner Alten Apotheke ausreichend qualitativ hochwertige Masken gelagert, so dass es bisher bei der Ausgabe zu keinen langen Wartezeiten gekommen ist. „Eine meiner vier Kassen dient ausschließlich dazu, Masken an die Patienten auszugeben“, sagt der Apotheker. Das habe sein Team gut organisiert und die Patienten haben sich gut und rücksichtsvoll verhalten. Auch seine Berufskollegen in Bad Segeberg hätten sich ausreichend mit Masken eingedeckt, so dass Buckenberger nicht mit Engpässen bei der Versorgung mit FFP2-Masken rechnet.

Wer nicht persönlich in der Apotheke erscheinen kann, dem werden in Bad Segeberg die Masken auch nach Hause geliefert. „Dafür sind für mich Schüler im Einsatz“, sagt Dirk Buckenberger. Wenn Angehörige die Masken abholen, reicht in der Regel ein Foto des Personalausweises des Zuteilungsberechtigten. „Und viele sind ohnehin meine Kunden, die kennen wir ja“, vertraut Dirk Buckenberger seinen Patienten. „Wir finden einen Weg. Die Hauptsache ist, dass die Patienten versorgt werden.“

Für die Zeit nach dem 6. Januar erhalten die Menschen Post von ihren Krankenkassen. Darin ist ein Schreiben enthalten, mit dem man sich weitere sechs Masken abholen kann – allerdings gegen eine Rezeptgebühr in Höhe von zwei Euro. Bei einem Preis von drei bis fünf Euro pro FFP2-Maske sei diese Gebühr aber nicht zu hoch, meint der Apotheker.

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