Aus dem Geschäftsleben

Generationswechsel in der Friesen-Apotheke

von Gerald Henseler

Hermann Imbusch (li.) übergab die Friesen-Apotheke an seinen Sohn Momme Imbusch. Foto: ohe

Trappenkamp (ohe). Die 53 Mitarbeiter der Friesen-Apotheke haben einen neuen Chef. Mit dem Jahreswechsel übergab Hermann Imbusch die Trappenkamper Apotheke mit ihren Filialen in Bornhöved und Bad Malente an seinen Sohn Momme. „Für unsere Kunden ändert sich dadurch nichts. Alles bleibt besser als gut“, sagt Momme Imbusch. Hermann Imbusch werden die Trappenkamper in Zukunft vermutlich noch öfter als zuvor im Verkaufsraum sehen. Denn er arbeitet in Teilzeit weiter für die Apotheke. Momme Imbusch wird dafür seltener zu sehen sein. Er muss sich ab sofort mehr um Verwaltungsangelegenheiten kümmern.

Die Schränke im Büro hat Hermann Imbusch schon geräumt. Aktenordner soll es im Büro von Momme Imbusch kaum noch geben. „Bis auf ein paar Versicherungsdokumente und Urkunden werden wir alles digitalisieren“, sagt Momme Imbusch. Er ist seit sieben Jahren in der Friesenapotheke tätig. In den vergangenen fünf Jahren hat er das Unternehmen gemeinsam mit seinem Vater auf die Zukunft vorbereitet. „Wir sind so aufgestellt, dass wir uns keine Sorgen machen müssen“, sagt Hermann Imbusch.

Momme Imbusch möchte das Unternehmen gern noch erweitern. Er denkt dabei an eine weitere Filiale. „Die muss zu uns passen. Da sind wir wählerisch“, sagt der Apotheker. Zufriedene Kunden sind sein wichtigstes Ziel. Um das zu erreichen, setzt er auf Emotionen und Service. Wer die Apotheke verlässt, soll begeistert sein.

Bei den Kunden beliebt sind die Friesentaler. Die erhalten Kunden bei Einkäufen in der Apotheke. Autowäschen oder Brötchen können Kunden damit unter anderem bezahlen. Zwei Mal im Jahr gibt die Apotheke einen Talerkatalog heraus. Darin sind alle Geschäfte aufgeführt, in denen mit Friesentalern bezahlt werden kann.

Eine Vorreiterposition nimmt die Friesen-Apotheke auch bei Cannabisrezepturen ein. Ein Vortrag des Arztes Dr. Broder Brodersen zum Thema Cannabis auf Rezept war sehr gut besucht. „Das war proppevoll“, erinnert sich Momme Imbusch.

Seine ersten Wochen als Angestellter der Friesenapotheke beginnt Hermann Imbusch mit einem fünfwöchigen Urlaub auf Teneriffa. In näherer Zukunft will er mit seiner Frau gern wieder nach Trappenkamp ziehen. Zur Zeit wohnt er in Tarbek. Der Hof ist ihm aber heute zu groß. „Früher haben wir dort mit neun Personen gewohnt“, sagt Imbusch. Von seinen Ehrenämtern in verschiedenen Vereinen möchte sich der Apotheker nach und nach zurückziehen. „Den Bierstand der Arbeitsgemeinschaft wirtschaftinteressierte Kreise (Arge) beim Trappenkamper Straßenfest betreue ich gern weiter mit meiner Familie“, kündigt Hermann Imbusch an.

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